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StartseiteHintergrundStau auf der Balkanroute03.08.2018

Transitland SerbienStau auf der Balkanroute

Flüchtlinge, die immer noch hoffen, über die Balkanroute in die EU zu gelangen, sitzen in Serbien fest - viele seit mehr als anderthalb Jahren. Denn Ungarn und Kroatien haben ihre Grenzen mit scharfer Bewachung geschlossen. Und in Serbien selbst Asyl zu bekommen, ist fast unmöglich.

Von Sabine Adler

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Flüchtlingslager Principovac, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)
Flüchtlingslager Principovac, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)
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Der einzig fröhliche Mensch im Flüchtlingslager Subotica an der ungarischen Grenze ist Hakim. Allein legte er den weiten Weg aus der ostafghanischen Stadt Dschalalabad bis nach Europa zurück. In Serbien, auf der Balkanroute, stoppte seine Reise. Viele Monate. Hakim wurde von einem Flüchtlingslager in ein anderes geschickt, Subotica war die Endstation. Fürchtete er. Doch wer es bis nach Subotica schafft, hat Glück, selbst wenn noch immer viel Geduld nötig ist. Denn von Subotica aus kann Hakim Serbien ganz offiziell verlassen und über die ungarische Grenze legal in die EU einreisen. Morgen soll es soweit sein.

"Ich möchte nach Belgien, mein Bruder ist in Belgien. Ich möchte studieren. Er hat die Schule beendet. Ich möchte studieren."

Hakim ist schon jetzt ein gefragter Übersetzer im Camp. Eine Afghanin will ihre Geschichte erzählen, bittet ihn um Hilfe und uns in ihre mit grauen Wolldecken abgeteilte Ecke in der Gemeinschaftsunterkunft.

Afghanische Flüchtlingsfrau im Transitzentrum an der serbisch-ungarischen Grenze in Subotica, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)Afghanische Flüchtlingsfrau im Transitzentrum an der serbisch-ungarischen Grenze in Subotica, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)


Hakim ist ein kluger Kopf, 15 oder 16 Jahre alt, genau weiß er es nicht. Er gilt als minderjährig. Das, soviel ist sicher, werden die ungarischen Behörden genau überprüfen. In Ungarn wird er seinen Asylantrag stellen, doch ob er als Flüchtling anerkannt wird und welcher Schutz ihm gewährt wird, erfährt er frühestens in einigen Monaten. Dass er zu seinem Bruder nach Belgien darf, ist nicht ausgemacht. Aber erst einmal kommt er einen Schritt voran.

Viele verlieren die Geduld

Ende Juli waren in Serbien insgesamt 3.048 Menschen in 18 Transitzentren registriert. Wohl noch einmal so viele, also nochmal 3.000, halten sich außerhalb der staatlichen Einrichtungen auf. Für die einen wie die anderen ist ihr Status nicht geklärt. Die allerwenigsten können und wollen Asyl beantragen, sie wollen einfach nur weiterreisen. Im Moment warten im serbischen Subotica an der Außengrenze der EU 58 Flüchtlinge, bis auf Hakim alle mit ihren Familien. Viele schon länger als anderthalb Jahre, erklärt Aleksander Palalic, der Schichtleiter des Camps.

"Von diesem Lager aus kann man die Grenze an zwei Grenzübergängen legal überqueren. Ungarn gestattet dies insgesamt zehn Personen pro Woche. Mal sind es mehr, mal weniger, im Durchschnitt eine Person pro Tag."

Vor zwei Jahren, als Ungarn die Grenzen ganz und gar schloss, saßen 500 Personen hier im serbischen Sumpfland fest, hastig wurden Zelte und Wohncontainer aufgestellt. Damals wie heute verlässt beim Warten auf die Ausreise viele die Geduld, sie versuchen es auf eigene Faust, nach Ungarn und von dort weiter in die EU zu gelangen, Tag für Tag, bestätigt Aleksander Palalic:

"Es kommt darauf an, fünf, zehn oder 15 versuchen es jeden Tag. Die Polizei nimmt sie fest und schickt sie zurück."

Gewalt durch Grenzpolizisten

So harmlos laufen die Festnahmen fast nie ab. Der Beamte in Subotica unterschlägt die Brutalität, mit der die Migranten an der Außengrenze zur EU gestoppt werden, sowohl von der ungarischen als auch der kroatischen Grenzpolizei. Seine Kollegin Nevena Brajovic arbeitet im Transitzentrum in Principovac, das liegt weiter westlich an der serbisch-kroatischen Grenze. Sie ist von den Methoden der Grenzer schockiert und benennt sie deutlich.

"Sie halten den Flüchtlingen ungeladene Pistolen an den Kopf, um sie einzuschüchtern. Oder sie nehmen ihnen die Kleidung weg und schicken sie nackt zurück. Es wurden auch schon Hunde auf die Flüchtlinge gehetzt. Wir dokumentieren die Zwischenfälle, die Verletzungen. Ich selbst habe mindestens 20 Fälle von wirklich schlimmer Folter gesehen. Aber noch grausamer als die kroatische ist die ungarische Grenzpolizei. Die Flüchtlinge probieren es trotzdem."

Nevena Brajovic ist wie Aleksander Palalic beim Flüchtlingskommissariat der serbischen Regierung angestellt, sie kennt auch das Camp an der ungarischen Grenze.

"Einmal kamen 20 unbegleitete Minderjährige, 15- bis 16-Jährige, die über die ungarische Grenze gerannt sind. Die ungarische Grenzpolizei hetzte Hunde auf sie, fing sie ein, nahm ihnen ihre Kleidung, das Geld, die Mobiltelefone weg, schlug sie. Zu uns kamen sie halbnackt, übersät mit Hundebissen und gebrochenen Armen und Beinen. Es war ein Desaster."

Nevena Brajovic hat ihren Master in Projektmanagement in Portugal gemacht. Die Länder, aus denen die Flüchtlinge stammen, würde die weltoffene junge Frau am liebsten einmal mit eigenen Augen sehen. Sie kennt jede Familie im Lager und beobachtet, wie die Ungewissheit die Migranten mürbe macht.

"Sie versuchen es so oft. Einige Familien leben schon seit November 2016 hier und haben schon über 20 Mal probiert, über die Grenze nach Kroatien zu kommen. Jedes Mal verabschieden sie sich, bedanken sich für alles und am nächsten Tag sind sie wieder da. Wer allein reist, hat schon eher eine Chance. Der springt auf einen LKW, braucht wenig Platz. Aber mit Kindern ist es kaum möglich, illegal nach Westeuropa zu gelangen. Aber als es drei Familien nach Deutschland schafften, sprach sich das wie ein Lauffeuer in allen Flüchtlingslagern in ganz Serbien herum. Unser Lager hier ist nur deswegen attraktiv, weil es direkt an der Grenze liegt, aber die ist streng bewacht. Deswegen gehen sie zehn Kilometer weiter nach Sid, wo sie einen Schlepper finden. Oder Taxis, die sie nach Zagreb bringen, dort beantragen sie Asyl oder es geht gleich weiter nach Italien und Westeuropa."

Serbien ist ein Transitland - die meisten wollen nach Westeuropa

Serbien haftet auch wegen des Massakers in Srebrenica 1995, bei dem rund 8.000 muslimische Jungen und Männer getötet wurden, ein äußerst negatives Image an. Jetzt zeigt sich das Land den Flüchtlingen gegenüber von einer freundlichen Seite; schon als Hunderttausende 2015 auf der Balkanroute von Süd nach Nord zogen und auch jetzt noch. Wie dagegen ausgerechnet die EU-Länder Ungarn und Kroatien mit Migranten umgehen, sorgt landauf, landab für Kritik. Auch bei dem Oppositionspolitiker Dragan Marsicanin von der konservativen Demokratischen Partei DSS.

"Ich bin von dem Verhalten von Ungarn und Kroatien schockiert. Sie sind doch genau wie Serbien nur Transitländer. Bulgarien und Mazedonien verhalten sich teilweise auch nicht besser. Was ist mit den Werten, auf die die EU-Länder doch immer verweisen?"

Serbien gehört zu den aussichtsreichsten Kandidaten der Westbalkan-Länder, die Chancen haben, Mitglied der EU zu werden, weswegen die Union ständig als Vergleichsmaßstab herangezogen wird.

Auf dem Spielplatz des Transitlagers spielen zwei Mädchen aus dem Iran und Afghanistan mit leeren Joghurtbechern. Ihnen gegenüber sitzen drei Jungen so alt wie sie, zwischen zehn und 12 Jahren. 70 Kinder leben im Lager, viele gehen zur Schule. In der nahegelegenen Kleinstadt Sid werden sie am Abend Gedichte und Lieder vorführen, Nevena Brajovic bittet sie um eine Kostprobe.

Iranische Jungen im Flüchtlingscamp Principovac, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)Iranische Jungen im Flüchtlingscamp Principovac, Serbien, 2018 (Deutschlandradio / Sabine Adler)

Für die Lagerangestellte sind die unbeschwerten Kinder Beweis dafür, dass es den Menschen in diesem serbischen Camp gut geht. Sie gibt sich Mühe mit ihnen und deren Eltern. Dass die aber nichts anders als weg wollen, scheint Nevena Brajovic zu kränken.

"Manchmal kommen sie zu mir und wollen Schuhe und Mäntel, weil es in Kroatien regnet. Dann erkläre ich, dass ich nicht für ihre Flucht zuständig bin, sondern dafür, dass sie bleiben. Iranische Familien standen schon mit ihren Koffern vor mir, legten Geld auf den Tisch, ich sollte ihnen die Weiterreise organisieren. Iraner brauchen für Serbien keine Visa mehr. Deswegen gibt es jetzt so viele iranische Familien hier."

Weil der Weg in die EU über Kroatien und Ungarn versperrt ist, nehmen viele Flüchtlinge die Abzweigung der Balkanroute über Bosnien-Herzegowina. Nevena Brajovic hat sich die Notunterkünfte dort angesehen.

"Ich war in Bihac und in Velika Kladusa. Hier hatten sie eine Unterkunft, einen Arzt, Essen, Kurse für die Eltern, Schule für die Kinder und dort in Bosnien standen sie im Matsch vor ihren Zelten. Aber sie denken, dass die Grenze zwischen Bosnien und Kroatien weniger gut bewacht ist wie hier die serbisch-kroatische."

Im Lager Principovac zeigt Nevena Brajovic stolz die Räume für die Sprachkurse und wo die Frauen zu Frisörinnen ausgebildet werden. Die Männer sind für die Außenanlage zuständig, richten gerade das Volleyballfeld her.

"Serbien ist für sie immer nur ein Transitland, sie träumen von Westeuropa. Sie könnten hier bei uns in Serbien Asyl beantragen, es sind nur wenige, die bleiben."

Forderungen nach Schutz und Perspektiven in Serbien selbst

In Serbien Asyl zu beantragen, ist allerdings leichter gesagt als getan. Jana Stojanovic vom Asylum Protection Center Serbien erkennt die Bemühungen, den Migranten das Warten in den Transiteinrichtungen zu erleichtern, an, aber sie kritisiert, dass sie am Kern des Problems vorbeigehen. Für die Flüchtlinge müsse eine legale Lösung gefunden werden.

"Sie werden toleriert, man lässt sie bleiben und abwarten, wann sie weiterkönnen oder einen Schmuggler gefunden haben."

Die Menschenrechtsaktivistin macht sich seit zehn Jahren für die Rechte von Flüchtlingen stark. Dass die Regierung immer noch Serbien als Transitland bezeichnet, versteht sie längst nicht mehr, denn schon lange gebe es kein Durchkommen mehr auf der Balkanroute.

"Das ist die Philosophie und Herangehensweise der Behörden. Die Migranten würden ja nicht bleiben wollen und Serbien habe ohnehin nicht die Kapazitäten, sie aufzunehmen. Drei Jahre nach der Öffnung der Balkanroute kommen immer noch jeden Tag Menschen, wenn auch längst nicht mehr so viele. Die Balkanroute ist also keineswegs geschlossen, aber die Situation hat sich verändert. Die Regierung tut jedoch so, als herrsche unverändert eine Krise, sie spricht von Ausnahmezustand und davon, dass die Migranten ja nicht bleiben. Dabei gibt es jetzt Flüchtlinge, die schon seit anderthalb Jahren hier sind."

Serbien solle endlich damit aufhören, nur eine Erstversorgung anbieten, sagt Jana Stojanovic vom Asylschutz-Zentrum in der Hauptstadt Belgrad. Den Menschen, die einen rechtlichen Anspruch darauf haben, müsse Schutz und eine Perspektive in Serbien selbst gewährt werden, statt sie über Monate und Jahre in Unsicherheit zu halten.

"Seit Jahresbeginn bis Juni haben 3.694 Personen den Wunsch geäußert, einen Asylantrag zu stellen. Dazu kommen Personen, die das im letzten Jahr getan haben. Sodass wir in den Lagern und außerhalb rund 5.000 Personen haben, die Asyl wollen. Von ihnen haben lediglich 98 Personen die Chance bekommen, das Asylverfahren zu beginnen."

Asyl-Hilfsorganisation wird attackiert

In Serbien Asyl zu bekommen, ist fast unmöglich. Die Nichtregierungsorganisation hilft den Migranten, denn ohne Anwalt würde kein Ausländer auch nur seinen Antrag auf Asyl stellen können.

Jana Stojanovic vom Asylum Protection Center Serbien (Deutschlandradio / Sabine Adler)Jana Stojanovic vom Asylum Protection Center Serbien (Deutschlandradio / Sabine Adler)

Die 30 festen Mitarbeiter sowie die rund 100 Freiwilligen des Asylum Protection Centers werden wegen ihres Engagements zunehmend attackiert. Das serbische Flüchtlingskommissariat, das für die Unterbringung von Zugereisten zuständig ist, warnt Migranten davor, die Asyl-Hilfsorganisation zu kontaktieren. Die Aktivisten haben nur noch reglementierten Zutritt zu den Transitcamps, vor allem seit die Organisation einen Beamten der Lagerleitung wegen Bestechung, Menschenschmuggel und Prostitution angezeigt hat.

"Es gibt Einschränkungen, wir werden schlecht behandelt, man schreit uns an, beleidigt uns, macht uns Zeitvorgaben, wann und wie lange wir in den Lagern sein dürfen. Viel schlimmer sind aber die Falschinformationen und die Erpressung. Sie drohen den Migranten, sie aus den Lagern zu werfen, wenn sie mit uns sprechen."

Serbiens Behörden haben in diesem Jahr keine 100 Personen für das Asylverfahren angenommen, trotzdem vergeht bis zur Entscheidung meist mindestens ein Jahr.

"Das Innenministerium führt das Asylverfahren durch, aber schon bevor es zum ersten Interview der Bewerber kommt, dauert es lange, die Behörde arbeitet unglaublich ineffizient und längst nicht alle Migranten können überhaupt einen Antrag stellen."

Das Gros der Flüchtlinge kommt aus Afghanistan, Pakistan und dem Irak. Neu ist, dass inzwischen jeder fünfte aus dem Iran stammt.

"Die meisten kommen als Touristen, denn Iraner dürfen bis zu 30 Tagen ohne Visum in Serbien bleiben. Wenn jemand schon am Flughafen Asyl beantragt, geschieht das meist dann, wenn er an der Einreise gehindert und festgehalten wird. Wir greifen dann ein, um die Freilassung zu erreichen. Die Iraner, die illegal weiterreisen wollen, werden in den Häusern der Schmuggler untergebracht, andere verstecken in den Wäldern, in Hausruinen entlang der kroatischen und ungarischen Grenze."

Sammelzentren der EU würde Serbien wohl ablehnen

Das serbische Meinungsforschungsinstitut "Faktor 4" misst regelmäßig die Stimmung gegenüber den Migranten im Land, die nächste Umfrage ist Ende August fällig. Vladimir Pejic sagt, dass das Thema in der Bevölkerung wichtig sei, aber schon wegen des viel geringeren Ausmaßes keineswegs so kontrovers diskutiert werde wie etwa in Deutschland.

Würden aus den Transitreisenden Asylbewerber werden, sähe das Meinungsbild weniger freundlich aus, ist sich der Chef des Umfrageinstituts sicher. Auch die Bereitschaft, in Serbien Sammelzentren der EU für ankommende Flüchtlinge zu errichten, tendiere gegen Null, ähnlich wie in Mazedonien und Albanien. Ganz gleich, ob Serbien Chancen eingeräumt werden, bis 2025 EU-Mitglied zu werden.

"Wenn von Sympathie und Mitleid für die Flüchtlinge die Rede ist, spielt dabei immer auch die eigene Kriegserfahrung und die Erinnerung an das NATO-Bombardement 1999 eine Rolle. Aus Serbien selbst mussten die Menschen zwar nicht fliehen, aber wir sahen uns als Opfer an und können nachvollziehen, wie sich die heutigen Flüchtlinge fühlen. Das Verhältnis zur NATO ist extrem schlecht. Und weil oft nicht zwischen der NATO und der EU unterschieden wird, will man der EU nicht mit diesen Außenlagern helfen. Noch gibt es keine offizielle Anfrage, also gibt es auch keine Antwort, nicht mal ein Nein. Aber sobald uns Brüssel um die Lager bittet, wird die Stimmung komplett umschlagen. Ich bin überzeugt davon, dass Serbien eine solche Forderung nicht akzeptieren wird."

Psychologische Hilfe für Migranten

Serbien kümmere sich noch nicht einmal um die auf der Balkanroute Gestrandeten gut genug, kritisiert Jana Stojanovic. Sie bietet in dem Asylschutzzentrum Migranten vor allem seelische Hilfe an und sie möchte als Psychologin für sie da sein, ganz gleich, ob sie sich legal im Land aufhalten oder illegal, was die Regierung bislang immerhin toleriert.

"Wir holen die Migranten ständig zurück in die Gegenwart, damit sie sich darauf konzentrieren, wie sie ihr Leben im Hier und Heute meistern können. Denn sie leben gedanklich in der Zukunft, sie grübeln ständig über 'was wäre wenn'. Oder sie grübeln über die Vergangenheit nach, über frühere Fehler. Nur hilft ihnen das jetzt auch nicht weiter. Darüber werden sie höchstens depressiv. Wir raten ihnen zu kurzfristigen Zielen, wenn wir in den Lagern mit ihnen sprechen, was nicht immer geht, oder sogar in den Wäldern, oft genug sitzen wir dort nur auf einem Stein und reden."

Gerade einmal 12 Menschen haben in diesem Jahr in Serbien Asyl bekommen, davon fünf nur subsidiären Schutz, also eine befristete Aufenthaltsgenehmigung. Die anderen müssen sich in den Camps einrichten bis die Weiterreise möglich ist, legal oder mit Hilfe der Schmuggler.

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