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Trump im AuslandUS-Präsident macht Milliardengeschäfte

Handschlag zwischen US-Präsident Trump und dem ägyptischen Staatschef al-Sisi bei ihrem Treffen in Riad. (AFP / Mandel Ngan)
Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem ägyptischen Staatschef al-Sisi in der saudischen Hauptstadt Riad. (AFP / Mandel Ngan)

Donald Trump nutzt seine erste Auslandsreise als Präsident der Vereinigten Staaten, um lukrative Waffengeschäfte abzuschließen. Mit Spannung wird seine Rede in Saudi-Arabien zum Thema Islam erwartet. Der Auslandsaufenthalt könnte dem Präsidenten nutzen, national und international wieder in einem besseren Licht dazustehen, meint der Politikwissenschaftler Thunert im Deutschlandfunk.

US-Präsident Trump hat sich am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien mit den Staatschefs mehrerer arabischer Länder getroffen.

In einem Gespräch mit dem Emir von Katar, Scheich al-Thani, in Riad ging es Trumps Angaben zufolge um ein Waffengeschäft. Zu Beginn des Treffens erklärte er vor Journalisten, für die USA bringe das Arbeitsplätze, für die Region mehr Sicherheit. Zuvor kam Trump zu Unterredungen mit dem König von Bahrain, al-Chalifa, und mit dem ägyptischen Staatschef al-Sisi zusammen. Der US-Präsident teilte mit, er habe eine Einladung nach Ägypten angenommen.

Rede zum Islam erwartet

Trump nimmt heute auch an einem Treffen des Golf-Kooperationsrates sowie an einer Zusammenkunft von mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus der Region teil. Bei der Gelegenheit will der US-Präsident nach Medienberichten seine Vorstellungen von einem friedlichen und toleranten Islam vortragen.

Politologe Thunert: "Regieren fühlt sich bei Trump nach Chaostagen an"

Der Politikwissenschaftler Thunert sagte im Deutschlandfunk, Trump könne seine erste Auslandsreise nutzen, um auch in den USA wieder in einem besseren Licht zu erscheinen. Der US-Präsident ist nach Einschätzung Thunerts mit großen juristischen und politischen Gefahren konfrontiert. Er habe die Kontrolle über die Russland-Ermittlungen verloren: Falls der neue Sonderermittler Mueller ihm nachweisen könne, dass er mit der Entlassung des bisherigen FBI-Chefs Comey versucht habe, die Justiz zu behindern, könne das zu einem Amtsenthebungsverfahren führen.

Thunert führte weiter aus, Trump müsse jetzt aufpassen, dass sich nicht noch mehr Republikaner gegen ihn wenden. Allein die Tatsache, dass in Washington über ein Impeachment laut geredet werde, sei nicht gut für ihn. Trump brauche Erfolge, beispielsweise in der Steuer- oder Gesundheitspolitik, um seinen Rückhalt bei seinen Anhängern zu behalten.

(tep/kb)

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