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Startseite@mediasresDruck und Anfeindungen30.07.2018

Trump und die MedienDruck und Anfeindungen

Ein als vertraulich deklariertes Treffen hat zu einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen US-Präsident Trump und dem Verleger der "New York Times" geführt. Der Streit wirft erneut ein Schlaglicht auf die Situation für Journalisten in den USA.

Thilo Kößler im Gespräch mit Stefan Fries

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Donald Trump (picture alliance / Consolidated News Photos)
Donald Trump: Der 45. Präsident der USA und Kritiker zahlreicher Medien (picture alliance / Consolidated News Photos)
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Nach dem Treffen von Donald Trump mit dem Verleger der "New York Times", Arthur Gregg Salzberger, sind die Fronten zwischen dem US-Präsidenten und den Medien weiterhin verhärtet. Nach Einschätzung von Washington-Korrespondent Thilo Kößler hätte das Treffen ein fruchtbarer Gedankenaustausch werden können. Stattdessen habe sich das Klima weiter verschärft.

Für Journalisten in den USA wird die Arbeit somit immer schwieriger. Zwar sei ihre Situation nicht mit der in Russland oder Venezuela vergleichbar, sagte Kößler in @mediasres. Aber: Die Journalisten litten inzwischen unter einem permanenten Rechtfertigungsdruck und Anfeindungen - und damit auch unter einem Sorgfältigkeitsdruck.

Trump berichtete in einem Tweet von der Unterredung im Weißen Haus und bezeichnete die Medien erneut als "Feinde des Volkes". Zeitungsverleger Arthur Gregg Sulzberger erklärte daraufhin, er habe Trump in dem Gespräch für dessen verbale Ausfälle kritisiert.

Er habe dem Präsidenten gesagt, dass er dessen Sprache "nicht nur als spalterisch empfinde, sondern auch mehr und mehr als gefährlich", erklärte Sulzberger in einer Stellungnahme auf der Internetseite seiner Zeitung.

Er habe "ihn gewarnt, dass diese hetzerische Sprache zu einem Anstieg der Drohungen gegen Journalisten" beitrage und "zu Gewalt führen" werde.

Trump legte daraufhin mit einer neuen Tirade nach und griff die Zeitung erneut verbal an.

Vergangene Woche war nach einem Fototermin im Weißen Haus eine CNN-Reporterin wegen ihrer Fragen von einer anschließenden Pressekonferenz ausgeschlossen worden

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