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TschechienPolitiker sorgt mit Holocaust-Vergleich für Empörung

Tschechische Abgeordnete während einer Sitzung am 20.08.2013 im Parlament in Prag. (AFP / MICHAL CIZEK)
Das Parlament in Prag (Archivbild). (AFP / MICHAL CIZEK)

Der tschechische Parlamentsabgeordnete Vaclav Klaus junior hat mit einem Holocaust-Vergleich im Parlament für Empörung gesorgt.

Das berichtet die Zeitung "Lidove noviny" aus Prag. Danach habe der Sohn des früheren Präsidenten Vaclav Klaus eine Parallele zwischen der Umsetzung europäischer Richtlinien in nationales Recht mit der von den Nazis angeordneten Deportation von Juden gezogen. Klaus soll in der Debatte über die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU gesagt haben, man entscheide nur, dass man "die kranken Frauen noch nicht schicke, sondern erst mit dem nächsten Zug". Ansonste mache man einfach das, was gesagt werde. Der Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS), Petr Fiala, bat daraufhin für den unpassenden Vergleich seines Parteikollegen um Entschuldigung. Andere Politiker riefen Klaus auf, sich mit der Funktionsweise der EU vertraut zu machen.