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Türkei-DebatteErdogan laut Bouffier in Deutschland "nicht willkommen"

Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen, am 09.02.2017 in Berlin. Er nimmt an einer Pressekonferenz nach dem Treffen der Regierungschefs der Länder und der Bundesregierung teil. (dpa/ Maurizio Gambarini )
Der hessische Ministerpräsident Bouffier (dpa/ Maurizio Gambarini )

Hessens Ministerpräsident Bouffier sieht durch den jüngsten Nazi-Vergleich des türkischen Präsidenten Erdogan eine rote Linie überschritten.

Bundeskanzlerin Merkel persönlich Nazi-Methoden vorzuwerfen sei eine Verhöhnung der Opfer der NS-Diktatur, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Mit unsäglichen Beschimpfungen versuche Erdogan mit aller Macht, Konflikte aus seinem eigenen Land nach Deutschland zu tragen. Der türkische Präsident und seine Regierung seien in Deutschland nicht erwünscht, dies müsse jetzt klar sein. Dies sei auch eine Frage der Selbstachtung, erklärte Bouffier.

Auch EU-Erweiterungskommissar Hahn verurteilte die Drohungen und Nazi-Vorwürfe türkischer Politiker. Er schloss in der "Bild"-Zeitung einen Abbruch der Beitrittsgespräche mit Ankara nicht mehr aus. Wenn die Führung in Ankara ihren Kurs nicht ändere, werde eine Mitgliedschaft des Landes in der Europäischen Union immer unrealistischer, so Hahn.