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TürkeiErmittlungen gegen Erdogans wichtigsten Gegner eingeleitet: Istanbuls Bürgermeister Imamoglu

Ekrem Imamoglu, während er mit der Presse spricht (dpa / Isa Terli / Anadolu Agency)
Istanbuls Bürgermeister Ekrem Imamoglu (dpa / Isa Terli / Anadolu Agency)

Die türkischen Behörden haben gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, Ermittlungen eingeleitet.

Nach Darstellung des Innenministeriums soll sich der Oppositionspolitiker bei einem Besuch des Mausoleums von Sultan Mehmet II. respektlos verhalten haben. Laut der Zeitung "Cumhuriyet" wird Imamoglu beschuldigt, mit den Händen auf dem Rücken vor dem Grabmal gestanden zu haben. Wie das Innenministerium weiter mitteilte, geht es bei den Ermittlungen auch um Besuche bei Bürgermeistern der pro-kurdischen Partei HDP. Dabei habe Imamoglu sich - Zitat - "lobend über Kriminelle" geäußert. Die Regierung beschuldigt die HDP, der politische Arm der Arbeiterpartei Kurdistans zu sein, die von Ankara als "terroristische" Organisation eingestuft wird. Als Mitglied der größten Oppositionspartei, der sozialdemkratischen CHP, gilt Imamoglu als einer der prominentesten Gegner von Staatschef Erdogan.

Diese Nachricht wurde am 05.05.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.