Freitag, 02. Dezember 2022

Angriffe auf Kurdengebiete
Türkei spricht von mehr als 320 getöteten kurdischen Kämpfern

Seit Beginn der türkischen Offensive gegen kurdische Milizen im Irak und in Syrien sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara mehr als 300 Menschen getötet worden.

25.11.2022

    Syrien, Taql Baql: Menschen betrachten einen Ort, der durch türkische Luftangriffe beschädigt wurde, die ein Elektrizitätswerk getroffen haben.
    Durch die türkische Offensive sind im Irak und in Syrien hunderte Menschen getötet worden. (Baderkhan Ahmad / AP / dpa / Baderkhan Ahmad)
    Der türkische Verteidigungsminister Akar nannte die Zahl von 326 getöteten kurdischen Kämpfern, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Operation werde mit Luftangriffen und landgestützten Geschützen fortgesetzt. Akar betonte, dass man nur "Terroristen" ins Visier nehme, keine Zivilisten. Die Angaben zu den Angriffen und die Opferzahl lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
    Die Angriffe der Türkei auf kurdische Ziele in Nordsyrien und im Norden des Irak hatten in der Nacht zu Sonntag begonnen. Sie sind nach Angaben aus Ankara eine Reaktion auf den Bombenanschlag in einer Einkaufsstraße in Istanbul vor fast zwei Wochen mit mehreren Toten. Die kurdische YPG-Miliz und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK bestreiten, etwas damit zu tun zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.