Die Nachrichten
Die Nachrichten

TürkeiWeitere Festnahmen nach Putschversuch

Bilder des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und die türkische Flagge an einem Gebäude in Istanbul (Lehtikuva)
Bilder des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und die türkische Flagge an einem Gebäude in Istanbul (Lehtikuva)

Die türkische Regierung setzt nach dem gescheiterten Putsch ihren harten Kurs gegen Kritiker fort.

Nach den Worten von Justizminister Bozdag wurden inzwischen 6.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Aufstand festgenommen. Darunter ist nach Angaben der Regierung der Kommandeur der Nato-Luftwaffenbasis Incirlik. Außerdem soll Haftbefehl gegen den ranghöchsten Militärberater von Präsident Erdogan erlassen worden sein. Erdogan sagte vor Anhängern in Istanbul, der Säuberungsprozess in den Behörden müsse fortgesetzt werden. Regierungsfeindliche Strukturen hätten sich wie ein Krebsgeschwür im Staat ausgebreitet. Ankara macht die Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Gülen für den Putschversuch verantwortlich, der seinerseits jegliche Beteiligung zurückweist.

Bundeskanzlerin Merkel mahnte die türkische Regierung, bei der Bestrafung der Umstürzler rechtsstaatliche Verfahren einzuhalten. Frankreichs Präsident Hollande sprach von drohenden Repressionen in der Türkei.