Die Nachrichten
Die Nachrichten

TürkeiZahl der Festnahmen auf über 10.000 gestiegen

Türkische Polizisten patrouillieren auf dem Taksim-Platz in Istanbul. (pa/dpa/EPA)
Türkische Polizisten patrouillieren auf dem Taksim-Platz in Istanbul. (pa/dpa/EPA)

In der Türkei hat es weitere Festnahmen gegeben.

Nach Angaben von Präsident Erdogan kamen bei den Razzien seit dem gescheiterten Militärputsch mehr als 10.000 Menschen in Gewahrsam. Erdogan will damit gegen Anhänger der Gülen-Bewegung vorgehen, die er für den versuchten Staatsstreich verantwortlich macht. Der Staatspräsident schloss zudem eine Verlängerung des zunächst auf drei Monate befristeten Ausnahmezustands nicht aus.

Die EU-Außenbeauftragte Mogherini und Erweiterungskommissar Hahn bezeichneten das Vorgehen der türkischen Behörden als inakzeptabel. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte müssten unter allen Umständen respektiert werden. Grünen-Chef Özdemir plädierte dafür, politisch verfolgte Türken in Deutschland aufzunehmen. Nach dem Flüchtlingsabkommen mit Ankara müsse die Bundesregierung nun ein Programm auflegen für Künstler, Journalisten und Wissenschaftler, sagte Özdemir mehreren Zeitungen. Er gehe davon aus, dass zunehmend Türken in Deutschland Asyl beantragen würden.