Freitag, 28.02.2020
 
Seit 13:35 Uhr Wirtschaft am Mittag
StartseiteKulturfragenDie zweite Chance25.06.2017

Tutzinger RedeDie zweite Chance

Die Europäische Union befindet sich in einer "existenziellen Krise": So lautet die These von Timothy Garton Ash in seiner Rede vor der Akademie für Politische Bildung in München. Die Suche nach Ursachen führt den britischen Historiker zurück in die Zeit "des größten Triumphes des Westens", dem politischen Umbruch nach 1989.

Rede von Timothy Garton Ash

Der britische Historiker und Autor Timothy Garton Ash (Henning Kaiser/dpa)
Der britische Historiker und Autor Timothy Garton Ash sucht die Ursachen für die heute von Populismus und Postfaktischem bedrohten Politik in die Jahre 1989 bis 1991. (Henning Kaiser/dpa)
Mehr zum Thema

Wandel durch Annäherung

Preis für Geschichts-Forscher

Internationaler Karlspreis 2017 Historiker Garton Ash ausgezeichnet

Timothy Garton Ash: "Redefreiheit" Sich im Streit etwas zutrauen

Reden zu Europa 1980 bis 2007 "Wohin treibt die europäische Geschichte?"

Die "Tutzinger Rede" von Egon Bahr, in der der Politiker den Strategiewechsel in der deutschen Ostpolitik mit dem berühmten Begriff "Wandel durch Annäherung" markierte, wurde 1963 an der Evangelischen Akademie in Tutzing gehalten. Daran erinnerte der britische Historiker Timothy Garton Ash, als er vor der anderen Bildungs-Institution am Ort, der Akademie für Politische Bildung, den Festvortrag zu deren 60. Geburtstag hielt.

Der Festakt fand am 31. Mai im Senatssaal des Bayerischen Landtags in München statt. Garton Ashs Thema war: "Die zweite Chance. Eine Tutzinger Rede zu Deutschland und Europa." Der Professor für European Studies an der University of Oxford begleitet die europäische Einigung genauso wie die deutsche seit Jahrzehnten ebenso solidarisch wie skeptisch und ebenso weitsichtig wie brillant. Zuletzt war er, auch im Mai, mit dem Karlspreis in Aachen ausgezeichnet worden. Die heutigen Krisen Europas stammen, so seine These, aus der Zeit ihres "größten Triumphes", dem politischen Umbruch nach 1989.

//Sie hören die Rede in gekürzter Fassung. Den Beitrag können Sie im Rahmen unseres Audio-on-demand-Angebotes nachhören.//

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk