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U-Boot-KonfliktUSA und Australien bedauern Rückruf der französischen Botschafter

Die wehende Fahne von Frankreich vor blauem Wolkenhimmel (www.imago-images.de)
Frankreich ruft seine Botschafter aus den USA und aus Australien zurück (www.imago-images.de)

Im Konflikt um ein geplatztes Milliarden-Rüstungsgeschäft haben die USA und Australien Bedauern über die Reaktion Frankreichs geäußert.

Das US-Außenministerium teilte in Washington mit, Paris sei wichtiger Partner und ältester Verbündete der Vereinigten Staaten. Man lege größten Wert auf die beiderseitigen Beziehungen und hoffe, den Dialog in den kommenden Tagen fortsetzen zu können. Das australische Außenministerium äußerte sich ähnlich, in der Wortwahl jedoch zurückhaltender. Zuvor hatte Frankreich in einem ungewöhnlichen Schritt seine Botschafter aus beiden Ländern zu Konsultationen zurückgerufen. Hintergrund sind die Folgen eines am Mittwoch verkündeten neuen "indopazifischen Sicherheitspakts" der Regierung in Canberra mit den USA und Großbritannien. Er sieht unter anderem vor, dass Australien mit Technologie der beiden Partner nuklear betriebene U-Boote baut. Zugleich wurde eine Bestellung französischer Modelle im Volumen von 40 Milliarden Dollar aufgekündigt.

Der Pakt wird auch als Reaktion auf Bestrebungen Chinas gewertet, seinen Einfluss in der Region auszubauen.

Diese Nachricht wurde am 18.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.