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U-Boot-StreitBundesaußenminister Maas bezeichnet US-Vorgehen als "irritierend" und "ernüchternd"

Bundesaussenminister Heiko Maas, SPD, gibt Journalisten ein Statement anlässlich der Teilnahme an der Generaldebatte der 76. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.  (www.imago-images.de)
Bundesaussenminister Heiko Maas, SPD, in New York. (www.imago-images.de)

Im U-Boot-Streit hat Bundesaußenminister Maas die USA, Australien und Großbritannien kritisiert.

Er könne die Verärgerung Frankreichs gut verstehen, sagte Maas in New York. Die Art und Weise, wie die Entscheidung zustande gekommen sei, sei irritierend und ernüchternd. Weiter erklärte der SPD-Politiker, es gebe zwar keine neuen Verhärtungen im Verhältnis zu den USA. Man werde sich nun jedoch in Europa darüber Gedanken machen müssen, wie man mehr Souveränität erreichen könne.

Die USA, Großbritannien und Australien hatten vergangene Woche ein indopazifisches Bündnis angekündigt, das auch den gemeinsamen Bau von Atom-U-Booten für Australien umfasst. Weil Australien daraufhin ein lange geplantes U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen ließ, rief die Pariser Regierung ihre Botschafter aus Canberra und Washington zu Beratungen zurück.

Diese Nachricht wurde am 21.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.