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U-Boot-StreitEU verschiebt Handelsgespräche mit den USA

Die Fahnen der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union wehen nebeneinander (picture alliance/dpa/Jens Kalaene)
EU verschiebt Handelsgespräche mit USA im U-Boot-Streit (picture alliance/dpa/Jens Kalaene)

Die Europäische Union verschiebt wegen des U-Boot-Streits die Vorbereitung für ein Handels- und Technologiegespräch mit den Vereinigten Staaten.

Man habe die geplanten Diskussionen über das Treffen am 29. September in Pittsburgh zunächst ausgesetzt, sagten zwei EU-Diplomaten in Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hatte das U-Boot-Geschäft der USA und Großbritannien mit Australien zuvor als nicht akzeptabel bezeichnet. Eigentlich hatte das EU-Mitglied Frankreich Australien U-Boote liefern sollen. Auch EU-Ratspräsident Michel stellte sich in dem Streit hinter Paris. Er beklagte eine fehlende Transparenz und Loyalität der USA gegenüber ihren transatlantischen Partnern. Europa-Staatsminister Roth bezeichnete den U-Boot-Streit als "Weckruf" für die EU. Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Nouripour, forderte die Bundesregierung auf, in dem Konflikt zu vermitteln.

Die USA, Großbritannien und Australien hatten vergangene Woche einen "indopazifischen Sicherheitspakt" angekündigt. Dieser sieht unter anderem vor, dass Australien mit Technologie der beiden Partner nuklear betriebene U-Boote baut.

Diese Nachricht wurde am 21.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.