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StartseiteSternzeitDie Mondlandung im Studio19.07.2019

Über 24 Stunden Apollo-EinsatzDie Mondlandung im Studio

Morgen vor 50 Jahren berichteten ARD und ZDF nahezu rund um die Uhr über die Landung von Apollo 11 auf dem Mond. Im ZDF führte Heinrich Schliemann durch die Sendung. In der ARD leitete Günter Siefarth das legendäre Apollo-Sonderstudio.

Von Dirk Lorenzen

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Live dabei aus Köln: Das Apollo-Sonderstudio der ARD, u.a. mit Anatol Johansen (2. von links) und Günter Siefarth (ganz rechts) (WDR)
Live dabei aus Köln: Das Apollo-Sonderstudio der ARD, u.a. mit Anatol Johansen (2. von links) und Günter Siefarth (ganz rechts) (WDR)

Die Sendung aus einem großen WDR-Studio in Köln dauerte über 24 Stunden, allerdings wurde sie immer wieder für Nachrichten, Sportmeldungen oder auch eine Dokumentation zum 25. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler unterbrochen.

Im Studio stand ein Nachbau der Mond-Landefähre in Originalgröße. In ihr saßen – als Astronauten verkleidet – ein Weltraum-Publizist und ein Sportstudent, die alle Aktionen bei der Landung nachspielten.

Neben Günter Siefarth waren unter anderem die Journalisten Anatol Johansen und Ernst von Khuon im Einsatz. Sie hörten den Funkverkehr zwischen Kapsel und Kontrollzentrum mit und kommentierten die Filmaufnahmen, die auf einer großen Wand zu sehen waren. Die NASA hat für ihr Material 250.000 Mark berechnet.

Unscharfes Schwarz-Weiß-Bild, aber eines, das die Welt bewegte: Neil Armstrongs Schritt auf den Mond. (NASA)Unscharfes Schwarz-Weiß-Bild, aber eines, das die Welt bewegte: Neil Armstrongs Schritt auf den Mond. (NASA)

Der Reporter Werner Büdeler war aus Cape Canaveral per Telefon zugeschaltet und steuerte stets die neuesten Informationen der NASA bei.

Zudem saßen acht Experten aus Astronomie und Raumfahrt im Studio, darunter Reimar Lüst, später Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und Generaldirektor der ESA. Sie beantworteten viele der fast 12.000 Zuschaueranrufe, die während der Sendung eingingen.

Die lange Mondnacht hat einen legendären Ruf und gilt zurecht als eine Sternstunde des Journalismus.

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