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Ukraine-KonfliktUSA: Russland plant Gegenoffensive

Ein russischer Soldat schaut aus einem Panzerfahrzeug (picture alliance / dpa / Ramil Sitdikov)
Russland soll weitere Panzer und Raketenwerfer über die Grenze gebracht haben (Archivbild). (picture alliance / dpa / Ramil Sitdikov)

Die US-Regierung wirft Russland vor, weitere Panzer und Raketenwerfer in die Ukraine geschickt zu haben. Russische Truppen sollen sich 50 Kilometer hinter der Grenze auf ukrainischem Boden befinden. Kanzlerin Merkel fordert Aufklärung.

Nach Angaben des US-Außenministeriums wurden weitere Panzerkolonnen, gepanzerte Fahrzeuge und Raketenwerfer über die Grenze in die Ukraine entsendet. Ministeriumssprecherin Jen Psaki sagte, dass der Einfall auf eine russische Gegenoffensive in den seit Wochen umkämpften Städten Donezk und Lugansk hindeute. Zudem seien russische Soldaten zur Beerdigung zurück in ihr Heimatland gebracht worden.

Dass Russland sich zunehmend auf den Süden der gemeinsamen Landesgrenze mit der Ukraine zu konzentrieren scheint, schürt Befürchtungen über eine möglichen Invasion der Hafenstadt Mariupol. Das ukrainische Militär hatte bereits die Vermutung geäußert, dass dort eine "zweite Front" geschaffen werden solle. Prorussische Separatisten wie auch Moskau hatten diese Vorwürfe zurückgewiesen.

Keine stichhaltigen Beweise

Ein ukrainischer Militärsprecher erklärte, insgesamt seien mehr als 100 russische Fahrzeuge im Osten der Ukraine unterwegs. Allerdings konnte der nationale Sicherheitsrat in Kiew diese Angaben noch nicht bestätigen. Kiew hat in der Vergangenheit schon häufiger von eingedrungenen Militärkonvois aus Russland gesprochen, dafür aber keine stichhaltigen Beweise vorgelegt.

In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verlangte Bundeskanzlerin Angela Merkel Aufklärung über Berichte zur Präsenz russischer Soldaten auf ukrainischem Territorium. Russland sei aufgerufen, hierzu seinen Teil beizutragen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Merkel habe die große Verantwortung Russlands für eine Deeskalation und für eine Überwachung der eigenen Grenze unterstrichen.

(fwa/ach)

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