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Umstrittene staatliche ZahlungIWF-Chefin Lagarde muss vor Gericht

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (AFP / Brendan Smialowski)
Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (AFP / Brendan Smialowski)

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Lagarde, muss sich in Frankreich wegen einer umstrittenen Millionenzahlung vor Gericht verantworten.

Der Oberste Gerichtshof in Paris wies ihren Revisionsantrag gegen die Entscheidung vom Dezember zurück. Damit kann der Prozess eröffnet werden. Es geht um den Verdacht, dass Lagarde in ihrer Zeit als französische Finanzministerin regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an einen Geschäftsmann ermöglicht haben könnte. Dieser hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktien des deutschen Sportartikelherstellers Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt. Ermittler werfen Lagarde in diesem Zusammenhang vor, nachlässig mit öffentlichen Geldern umgegangen zu sein. Die IWF-Chefin weist die Anschuldigungen als unbegründet zurück.

Der IWF-Verwaltungsrat sprach Lagarde sein Vertrauen aus. Die 60-Jährige steht seit 2011 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds.