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Umweltkonferenz in NairobiUNO: Der Wille fehlt

Angeschwemmter Müll an einem Strand in Kambodscha (imago/Valentin Wolf)
Angeschwemmter Müll an einem Strand in Kambodscha (imago/Valentin Wolf)

Das Umweltprogramm der UNO fordert die Regierungen weltweit zu einem Kurswechsel auf, um wachsenden Gefahren für die Gesundheit und das Leben der Menschen zu begegnen. Die Welt verfüge über das Wissen, die Technologie und die finanziellen Mittel für eine nachhaltigere Entwicklung. Aber Politik und Wirtschaft fehle es an dem Willen zur Umsetzung.

UNO-Experten legten auf einer internationalen Konferenz in Nairobi ihren Weltumweltbericht vor. Darin heißt es, der Umweltschutz müsse drastisch ausgeweitet werden. Andernfalls werde es bis zur Mitte dieses Jahrhunderts in Asien, dem Mittleren Osten und Afrika Millionen vorzeitiger Todesfälle geben. Der Bericht warnt unter anderem vor der Wasserverschmutzung durch Chemikalien und durch Plastikmüll, vor Luftverschmutzung und der Zerstörung von Ökosystemen.

Die Welt verfüge über die nötige Wissenschaft, Technologie und auch über die finanziellen Mittel für eine nachhaltigere Entwicklung, betonen die Autoren. Dagegen fehle es noch an Unterstützung aus der Bevölkerung sowie der wirtschaftlichen und politischen Eliten, die an veralteten Entwicklungs- und Produktionsmethoden festhielten.

Für den Global Environment Outlook haben in den vergangenen sechs Jahren etwa 250 Wissenschaftler aus 70 Ländern zusammengearbeitet. In der kenianischen Hauptstadt Nairobi tagen Umweltminister und Experten aus zahlreichen Staaten. Deutschland ist durch Staatssekretär Flasbarth vertreten.