Donnerstag, 02. Februar 2023

Olympia-Attentat 1972
Unabhängige deutsch-israelische Kommission soll Aufarbeitung übernehmen

Eine unabhängige deutsch-israelische Expertenkommission soll mit der Aufarbeitung des Olympia-Attentats von 1972 beauftragt werden.

26.01.2023

    Ein Mann mit Sturmmaske auf dem Balkon im Olympischen Dorf München 1972.
    Bei dem Olympia-Attentat 1972 in München wurden elf israelische Sportler ermordet. (imago / Sammy Minkoff )
    Darauf haben sich Vertreter der Bundesregierung und der Hinterbliebenen der Opfer in Tel Aviv verständigt. Mit der Zustimmung zu dem Gremium und der Öffnung der Archive habe Deutschland die letzte und wichtigste Forderung der Hinterbliebenen erfüllt, erklärte Sprecherin Spitzer. Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Seifert, erläuterte, aufgearbeitet werden sollten nicht nur die Ereignisse am 5. September 1972 in München, sondern auch das, was vor und nach dem Attentat passiert sei. Der Bundestag habe die nötigen Gelder bewilligt.
    Nach dem Willen der Initiatoren soll die Kommission aus je vier israelischen und deutschen Historikern bestehen und bis spätestens Anfang April eingerichtet sein.
    Kurz vor der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Attentats im vergangenen Dezember hatte sich die Bundesregierung mit den Hinterbliebenen der israelischen Opfer auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 28 Millionen Euro geeinigt.
    Diese Nachricht wurde am 25.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.