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UngarnAmnesty warnt vor "lebensbedrohlichem Chaos"

Syrische Flüchtlinge versuchen am 25.08.2015 von der serbischen Seite den Grenzzaun an der ungarisch-serbischen Grenze bei Röszke zu überwinden. (Gregor Mayer)
Flüchtlinge an der serbisch-ungarischen Grenze in Röszke. (Gregor Mayer)

In Ungarn ist die Polizei in vier Regionen in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Betroffen sind drei Verwaltungsbezirke entlang der serbischen und rumänischen Grenze sowie der Bezirk Pest, der die Hauptstadt Budapest einschließt. Das geschehe in Anbetracht der Wiedereinführung der deutschen Grenzkontrollen, teilte die Polizei auf ihrer Homepage mit. Das private ungarische Nachrichtenportal index.hu schrieb dagegen, Hintergrund seien Befürchtungen, die serbischen Behörden würden im Laufe des Tages gezielt einer sehr großen Zahl von Flüchtlingen helfen, die Grenze zu überqueren. Ab morgen wird illegaler Grenzübertritt in Ungarn als Straftat eingeordnet und mit Haft oder Abschiebung bestraft.

Amnesty International warnte davor, dass Flüchtlinge in Ungarn in einem "lebensgefährlichen Chaos" zu versinken drohten. Das Land müsse bei der Erstaufnahme unterstützt werden. Zudem gelte es, die humanitäre Notsituation durch eine geordnete und zügige Weiterfahrt der Flüchtlinge zu entschärfen.