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UngarnOrban-Partei will Rechte von homosexuellen Jugendlichen einschränken

Der ungarische Premierminister Viktor Orban vor dem Europarats-Gebäude in Brüssel im November 2015. (picture alliance / Francois Walschaerts)
Viktor Orban (picture alliance / Francois Walschaerts)

Die Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Orban will die Rechte und den Schutz von homosexuellen und transsexuellen Jugendlichen einschränken.

So sollen etwa an den Schulen Aufklärungsprogramme verboten werden, die für einen respektvollen Umgang mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender sensibilisieren. Das geht aus einem Gesetzesentwurf hervor, der dem ungarischen Parlament vorliegt. Er sieht auch für Bücher und Filme ein Verbot von Hinweisen auf die Möglichkeit einer Geschlechtsangleichung vor. In dem Gesetzentwurf heißt es, es gehe darum, das Recht der Kinder auf ihre bei der Geburt empfangene geschlechtliche Identität zu schützen.

Ungarische Menschenrechtler kritisierten, das Vorhaben gefährde die seelische Gesundheit von LGBT-Jugendlichen und verhindere, dass sie rechtzeitig an präventive und sie unterstützende Informationen gelangen.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.