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UngeimpfteDGB lehnt Abschaffung der Lohnfortzahlung ab

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann (dpa/ Bernd von Jutrczenka)
DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann (dpa/ Bernd von Jutrczenka)

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hoffmann, ist gegen die Abschaffung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte, die sich auf behördliche Anordnung in Quarantäne begeben.

Ein Ende der Lohnfortzahlung bedeute eine Impfpflicht durch die Hintertür und verlagere Konflikte in die Betriebe, sagte Hoffmann im Deutschlandfunk. Dies sei nicht der richtige Weg, um Arbeitnehmer zum Impfen zu bewegen. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Werneke, sagte den Funke-Medien, die Politik stehe im Wort, dass eine Impfung freiwillig bleiben solle.

Mehrere Bundesländer planen derzeit, die Entgeltfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne zu beenden. Der bayerische Gesundheitsminister Holetschek sagte im ARD-Fernsehen, es gebe die Regel im Bundesinfektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Entschädigung entfalle, wenn eine öffentlich empfohlene Impfung möglich sei. Sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen, könne man sich impfen lassen und damit eine Quarantäne vermeiden.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.