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Ungeimpfte in QuarantäneLob und Kritik für Ende der Lohnersatzleistung

Venera Bentele steht an einem Rednerpult. (Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele (Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Das Ende der Lohnersatzleistung für ungeimpfte Arbeitnehmer in Quarantäne ist auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Der DGB-Vorsitzende Hoffmann sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es könne nicht sein, dass die Politik die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie einfach bei den Beschäftigten ablade. Eine Impfpflicht durch die Hintertür lehne die Gewerkschaft ab. Auch die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Bentele, wandte sich gegen die Übereinkunft. Im Fernsehsender Phoenix verwies sie darauf, dass es etwa Menschen gebe, die nicht über ein Attest bei einer chronischen Erkrankung verfügten, weil es noch keine ausreichende Studienlage gebe. Lob gab es hingegen vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Dessen Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Ungeimpfte müssten die Konsequenzen ihrer Entscheidung selbst tragen.

Bund und Länder hatten entschieden, dass ungeimpfte Arbeitnehmer spätestens ab dem 1. November keine Entschädigung für den Verdienstausfall bekommen, wenn sie in Quarantäne müssen. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bleibt davon aber unberührt.

Diese Nachricht wurde am 23.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.