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UnionGünther wirft CSU Rechtsruck vor

Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, kommt zu den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD in der SPD-Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus. (picture-alliance / dpa / Gregor Fischer)
Schleswig-Holsteins Ministerpräsiodent Günther spricht sich für eine Verjüngung in der CDU aus. (picture-alliance / dpa / Gregor Fischer)

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, der CDU-Politiker Günther, hat der CSU vorgeworfen, die Union politisch weit nach rechts rücken zu wollen.

In der aktuellen Diskussion gehe es in Wahrheit nicht um das Thema Grenzabweisungen von Flüchtlingen, sagte Günther im Deutschlandfunk. Vielmehr wolle die CSU eine Verschiebung der Union weit nach rechts und gegen die Europäische Union. Das könne die CDU nicht dulden. Günther betonte, die CSU habe mit ihrem Agieren die Verhandlungsposition innerhalb der EU massiv geschwächt.

Auch die SPD reagiert zunehmend verärgert auf den Asylstreit zwischen CDU und CSU. Die SPD-Vorsitzende Nahles sagte gestern Abend in der ARD, es gehe gar nicht mehr um die Flüchtlingspolitik, sondern um Machtkämpfe.

Der CSU-Vorsitzende Seehofer verteidigte seinen Kurs. Der Bundesinnenminister sagte der "Passauer Neuen Presse", er sei froh, dass er die Europäische Union in der Asylfrage "wachgeküsst" habe. Endlich gebe es die Bereitschaft, Probleme zu lösen.

Diese Nachricht wurde am 22.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.