Dienstag, 29. November 2022

Minusma-Mission
Union kritisiert Rückzug der Bundeswehr aus Mali

Die Union im Bundestag hat die Entscheidung zum schrittweisen Rückzug der Bundeswehr aus Mali als faulen Kompromiss bezeichnet. Wenn die Bundeswehr ihre Beteiligung am UNO-Blauhelmeinsatz Minusma aufkündige, bestehe die Gefahr, dass die Mission in Gänze scheitere, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wadephul im Deutschlandfunk.

25.11.2022

    Johann David Wadephul (CDU) spricht im Bundestag.
    Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Johann Wadephul, hält den Rückzug der Bundeswehr aus Mali für falsch. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
    Deutschland hätte hier vielmehr Führungsstärke zeigen und sein Engagement fortführen müssen. Nun bedeute der Beschluss der Bundesregierung weniger Schutz für die Zivilbevölkerung in dem westafrikanischen Land. Zudem dürfe man die Region schon aus eigenem Interesse weder Islamisten noch russischen Söldnertruppen überlassen.
    Die Bundesregierung will den Einsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali bis spätestens Mai 2024 beenden. Das Mandat für die deutsche Beteiligung am UNO-Blauhelmeinsatz Minusma soll im Mai 2023 letztmalig um ein Jahr verlängert werden.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.