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StartseiteAtelier neuer MusikDas Vermächtnis des Komponisten Michael Hirsch13.10.2018

Universalist und ZaubererDas Vermächtnis des Komponisten Michael Hirsch

Er war ein Wanderer. Als Mensch gern auf den Straßen von Berlin oder München oder in freier Natur, als Komponist im Reich von Avantgarde und Tradition. Zum Komponieren brauchte er Instrumente, Texte, Gesten, Laute, Theater - woraus völlig Neues entstand: Musik von Michael Hirsch.

Von Gisela Nauck

(Stephan Winkler)
Michael Hirsch 2008 in der Nähe von Olevano Romano im Latium in Italien (Stephan Winkler)

Er komponiere für Instrumente, für Sprache und für Theater und ergänzte dann oft: "Das ist für mich eine Erweiterung des sinnlichen Potenzials." Diese Erweiterung erfolgte aus dem experimentellen Geist der Avantgarde. Von hier aus hat Michael Hirsch das Terrain von Musik neu gesichtet und abgesteckt.

Dem verbissenen Ernst der Avantgarde fügte er Humor, Poesie und Leichtigkeit hinzu. Im Wechselspiel von strenger Konstruktion und vegetativer Wucherung entstanden Werke mit so assoziativen Titeln wie "Kopfecke/Wunderhöhle" oder oder "Chronik in Augenblicken". Sein Hauptwerk ist "Das Konvolut". Als über zehn Jahre getätigte Sammlung von Instrumentalmusik, musique concrète, Sprach- und Vokalkompositionen, bündelt es Hirschs künstlerische Originalität. Viel zu früh ist der Komponist vergangenes Jahr im Alter von 59 Jahren verstorben.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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