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UNO-GeberkonferenzFDP-Politiker Lambsdorff überrascht über Höhe der Unterstützung

Alexander Graf Lambsdorff an einem Rednerpult (picture alliance/Kay Nietfeld/dpa)
Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff. (picture alliance/Kay Nietfeld/dpa)

Nach der UNO-Geberkonferenz für Afghanistan hat sich der FDP-Politiker Lambsdorff überrascht über die Höhe der angekündigten Hilfen gezeigt.

Lambsdorff sagte im Deutschlandfunk, die Summe sei mit rund 1,2 Milliarden Dollar doppelt so hoch wie der von UNO-Generalsekretär Guterres kalkulierte Bedarf. Ebenfalls verwundert zeigte sich der FDP-Politiker über den vergleichsweise hohen Anteil Deutschlands an den zugesagten Hilfen. Die Bundesregierung beteiligt sich an der Soforthilfe mit umgerechnet 100 Millionen Euro, weitere 500 Millionen stellte Außenminister Maas für die humanitäre Hilfe in Afghanistan und den Nachbarländern in Aussicht.

Dass die Geberstaaten ihre humanitäre Unterstützung nicht an Bedingungen knüpften, bezeichnete Lambsdorff als richtig. Dies stelle noch keine Zusammenarbeit mit den Machthabern in Kabul dar. Guterres hatte am Rande der Konferenz in Genf die Notwendigkeit betont, mit den Taliban zu kooperieren. Ansonsten wäre humanitäre Hilfe nicht möglich.

Diese Nachricht wurde am 14.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.