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UNO-GeberkonferenzWeniger Spenden für notleidenden Jemen als benötigt

Ein Arzt misst den Armdurchmesser eines unterernährten Mädchens (dpa-Bildfunk / Hani Mohammed)
Viele Hilfsorganisationen können ihre Arbeit im Jemen nur eingeschränkt oder gar nicht mehr machen (dpa-Bildfunk / Hani Mohammed)

Bei der UNO-Geberkonferenz für den Jemen sind 1,7 Milliarden US-Dollar an Spenden zusammengekommen.

Das ist weniger als die Hälfte der benötigten Summe. UNO-Generalsekretär Guterres hatte die Nothilfe für das Bürgerkriegsland mit etwa 3,85 Milliarden US-Dollar beziffert. Er nannte das Ergebnis enttäuschend. Die humanitäre Lage im Jemen sei noch nie schlimmer gewesen. Dennoch seien die Spenden in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen. Dies habe brutale Folgen, sagte Guterres bei der Online-Geberkonferenz. Hilforganisationen hätten ihre Arbeit einschränken oder ganz einstellen müssen. Für Deutschland sagte Bundesaußenminister Maas weitere 200 Millionen Euro zu. Die EU will 95 Millionen Euro bereitstellen. Saudi-Arabien, das mit Verbündeten im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, will 430 Millionen US-Dollar spenden.

Diese Nachricht wurde am 02.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.