Sonntag, 16. Januar 2022

Reporter ohne GrenzenUNO soll Tod des iranischen Autors Abtin untersuchen

Die Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" fordert die Vereinten Nationen auf, die Todesumstände des iranischen Schriftstellers Baktash Abtin zu untersuchen.

15.01.2022

Dein Schild mit der Aufschrift "Reporter ohne Grenzen - Für Pressefreiheit" wird hochgehalten.
"Reporter ohne Grenzen" ist besorgt um inhaftierte Journalisten. (picture alliance / dpa / Johannes Eisele)
Der auch als Journalist und Filmemacher tätige Regimekritiker war vor einer Woche mit 47 Jahren in einem Teheraner Gefängnis an Covid-19 gestorben. Den Behörden wird vorgeworfen, ihn zu spät medizinisch versorgt zu haben. "Reporter ohne Grenzen" sprach von einem kriminellen Verhalten, das einem staatlichen Mord gleichkomme.
Abtin war im vergangenen September wegen angeblicher Propaganda verhaftet worden. Seitdem saß er im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der iranischen Hauptstadt. Die Gefängnisleitung weist alle Vorwürfe zurück und erklärt, Abtin sei aufgrund seiner Erkrankung in eine Klinik verlegt worden und auch dort verstorben.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.