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UNO-WeltbevölkerungsberichtAuch Männer in den Kampf gegen Genitalverstümmelung miteinbeziehen

Frauen mit Megafon und Plakaten "Gemeinsam gegen Genitalverstümmelung". (imago images / Christian Ditsch)
Kundgebung der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" gegen Genitalverstümmelung bei Frauen in Berlin (2019). (imago images / Christian Ditsch)

Die UNO hat mehr Einsatz gegen Frühverheiratungen und Genitalverstümmelungen von Mädchen und Frauen weltweit gefordert.

Mädchen solle ermöglicht werden, die Schule bis zum Abschluss zu besuchen, um als Erwachsene ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, heißt es im Weltbevölkerungsbericht, der in Hannover veröffentlicht wurde. Darin plädiert die UNO auch für mehr Aufklärung von Jungen und Männern über Frühverheiratung und Genitalverstümmelung. Dies könne zu einem Ende dieser Praktiken beitragen. Die Vereinten Nationen befürchten allerdings, dass die Corona-Pandemie bereits erzielte Erfolge wieder zunichte machen könnte.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen an den Genitalien verstümmelt. Um Frühverheiratungen und die Entfernung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane bis 2030 zu beenden, sind dem UNO-Bericht zufolge Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr notwendig.