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Unruhen in MyanmarNeue Demonstrationen und ein Appell für den Erhalt der Demokratie

Die Polizei in Myanmar rückt gegen Demonstranten vor. Die Sicherheitskräfte setzen Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein, um die Proteste zu beenden.  (AP)
Die Polizei in Myanmar rückt gegen Demonstranten vor. (Archivbild vom 20.2.2021) (AP)

Der Anwalt der abgesetzten De-facto-Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, hat vor einer drohenden jahrzehntelangen Herrschaft der Militärjunta gewarnt.

Myanmar befinde sich an einem historischen Scheideweg, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Es gehe bei den Protesten gegen die Armee um die Verteidigung der Demokratie.

Heute gingen erneut tausende Menschen gegen den Militärputsch auf die Straßen. In der zweitgrößten Stadt Mandalay wurde ein getöteter Demonstrant beigesetzt. Polizei und Sicherheitskräfte hatten dort am Wochenende das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Das Militär hatte Anfang Februar die Macht in Myanmar für sich beansprucht und dies mit angeblichen Unregelmäßigkeiten bei den Parlamentswahlen im November begründet.

Trotz einer gerichtlichen Verfügung schickte Malaysia rund 1.100 Migranten aus Myanmar in ihr Heimatland zurück. Ein malaysisches Gericht hatte eigentlich einen einstweiligen Stopp der Abschiebungen angeordnet. Menschenrechtsgruppen hatten gewarnt, die Migranten könnten bei ihrer Rückkehr in Lebensgefahr geraten.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.