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UnterhaltungBayerischer Fernsehpreis für Kebekus-Sendung zu Rassismus

Die Komikerin Carolin Kebekus steht auf der Bühne. (dpa/ Henning Kaiser)
Die Komikerin Carolin Kebekus erhält den Bayerischen Fernsehpreis. (dpa/ Henning Kaiser)

Die Komikerin Carolin Kebekus und die Moderatorin Shary Reeves sind für eine Sondersendung zum Tod des Afroamerikaners George Floyd mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet worden.

Sie erhalten die Auszeichnung in der Kategorie Unterhaltung für eine Folge der "Carolin Kebekus Show" im WDR, die sie dem Thema Rassismus widmeten. Die Jury erklärte dazu, Reeves und Kebekus sei ein Meisterwerk der Aufklärung gelungen. "Die beiden Frauen benennen strukturelle Probleme in den Medien, wo People of Color dann nicht zu Wort kommen, wenn sie zu Wort kommen müssten: beim Thema Rassismus."

In der Kategorie Information wurden Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer für ihre Reportage "Die Macht der Clans" (RTL) gewürdigt. Thema ist das Wirken von kriminellen arabisch-stämmigen Clans in Großstädten. Die Jury lobte, die Autoren gäben "durch ihre tiefschürfende und ausgesprochen mutige Recherche erschütternde Einblicke in eine der deutschen Öffentlichkeit bisher weitgehend verborgen gebliebene und schwer zugängliche Welt."

Ebenfalls in der Kategorie Information ging der mit 10.000 Euro dotierte Preis an den Autor und Regisseur Daniel Harrich für die Dokumentation „Spur des Terrors“ (SWR). Dies sei eine investigative Reportage von höchster Güte, hieß es zu Begründung.

In der Kategorie beste Regie gewann Katharina Schlotterer den Fernsehpreis mit ihrem ZDF-Film "Totgeschwiegen". Als beste Darstellerin wurde Karolina Schuch für ihre Rolle in der ARD-Produktion "Das Geheimnis des Totenwaldes" geehrt. Als bester Darsteller wurde Rainer Bock ausgezeichnet.

Die Preisverleihung wurde am Dienstag Abend aufgezeichnet und soll Mittwoch um 22 Uhr im Bayrischen Rundfunk ausgestrahlt werden.

Diese Nachricht wurde am 14.10.2021 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.