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UntersuchungARD, ZDF und Deutschlandfunk erreichen im Netz nur wenig junge und bildungsferne Menschen

Die Apps der Tagesschau und vom ZDF auf einem Smartphone (dpa/picture alliance/Rolf Vennenbernd)
Die Apps der Tagesschau und vom ZDF auf einem Smartphone (dpa/picture alliance/Rolf Vennenbernd)

Öffentlich-rechtliche Medien in Europa haben einer Untersuchung zufolge Schwierigkeiten, junge Menschen mit ihren Nachrichtenangeboten zu erreichen.

Die 18- bis 24-Jährigen informierten sich eher bei US-Plattformen wie Facebook und Youtube, teilte das Reuters Institut für Journalismusforschung an der Universität Oxford mit. So nutzten in Deutschland zwar fast die Hälfte der jungen Menschen Nachrichtenagenbote von ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Online liege der Anteil aber nur noch bei 19 Prozent. Anders sieht es bei der britischen BBC aus. Dort informierten sich 56 Prozent der 18- bis 24-Jährigen über das Onlineangebot des öffentlich-rechtlichen Senders.

Dem Bericht zufolge sind insbesondere in Spanien, Frankreich, Italien und Tschechien Angebote wie Youtube und Facebook aber deutlich beliebter bei jungen Menschen.

Auch wenig Nutzer mit niedriger Bildung

Insgesamt gaben 69 Prozent der Befragten aller Altersgruppen in Deutschland an, sich wöchentlich über öffentlich-rechtliche Nachrichtenangebote zu informieren. Offline lag der Wert bei 66 Prozent, online bei 17 Prozent. Allerdings werden laut dem Bericht im Internet größtenteils Menschen erreicht, die ohnehin die TV- und Radioangebote nutzen.

Den Angaben zufolge nutzen auch Menschen mit einem niedrigen Bildungsstand eher selten Informationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Netz. In Deutschland liege der Anteil bei 13 Prozent, in Spanien und Italien bei neun beziehungsweise acht Prozent.

Menschen mit populistischen Ansichten informierten sich indes auch über die Öffentlich-Rechtlichen, hieß es. Allerdings hätten sie weniger Vertrauen. Der Bericht basiert auf Zahlen, die das Institut für den jährlichen Digital News Report erhoben hat. Pro Land wurden mehr als 2.000 Menschen dafür befragt.