Sonntag, 23.09.2018
 
Seit 19:10 Uhr Sport am Sonntag
StartseiteVerbrauchertippApps und Tipps für Radfahrer04.09.2018

Unterwegs mit dem SmartphoneApps und Tipps für Radfahrer

Ob Wettervorhersage, Navigationshilfe oder Hinweise auf Sehenswürdigkeiten am Streckenrand: Smartphone-Apps bieten viele Vorteile und nützliche Tipps, auch für Radfahrer. Allerdings sollte man bei ihrer Nutzung im Straßenverkehr einiges beachten. Außerdem ist nicht jede App für jeden Radfahrtyp geeignet.

Von Michael Voregger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein junger Mann sitzt auf seinem Fahrrad und telefoniert (imago )
Die Nutzung der App-Sprachausgabe erspart dem Radfahrer, während des Fahrens aufs Smartphone gucken zu müssen (imago )
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast
Mehr zum Thema

Radfunk - Der Podcast Episode 1 - Sicherheit beim Radfahren

Radfunk "Radfahren ist wirklich was für alle"

Radfahren in Kopenhagen und Berlin Vom Paradies in die Vorhölle

Radfahren in Deutschland Wo Fahrradfahren ein Genuss ist - und wo nicht

Das Smartphone ist ein alltäglicher Begleiter mit dem nicht nur telefoniert wird. Auch für Fahrradfahrer bieten kleinen Computer im Alltag viele praktische Hilfsfunktionen an. Das Radfahren wir mit ihnen einfacher, vorausgesetzt, der Blick richtet sich nicht die ganze Zeit auf das Display. Ganz vorne bei den Anwendungen liegt die Navigation. Thomas Froitzheim ist der Experte beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC.

"Es ist auf jeden Fall sinnvoll, weil man will ja wissen, wo man hin will. Orientierung ist ein Grundbedürfnis und man kann mit dem Smartphone sich ja sehr schöne Strecken errechnen lassen. Das Problem ist, das es nicht so einfach wie mit dem Auto-Navi ist. Wenn man sagt, ich möchte gerne mal von A nach B geführt werden, dann gibt es zum Beispiel Komoot, Bike Citiziens oder Naviki. Das sind so Apps, die eben Wege und Ziele ausrechnen, wie man das vom Auto-Navigationssystem kennt."

Akkuleistung ist oft ein Problem

Ein Nachteil von Smartphones ist ihre Akkuleistung. Vor allem wer die Ortungsfunktionen über GPS nutzt, hat schnell einen leeren Akku, denn gerade die Navigation und die Beleuchtung des Displays verbrauchen viel Energie. Einem Smartphone geht dann oft schon nach wenigen Stunden der Strom aus. Zusätzliche Energie liefert ein Zusatz-Akku, eine sogenannte Powerbank, mit der sich das Smartphone bis zu drei Mal aufladen lässt.

Alternativ lässt sich eine Lademöglichkeit am Fahrrad über den Nabendynamo nachrüsten. Peter Frankhof ist viel unterwegs und nutzt Komoot nicht nur zur Navigation und nicht nur mit dem Rad:

"Mittlerweile benutze ich die zum Fahrradfahren, zum Wandern und auch im bestimmten Gebieten eine Karte zu haben. Selbst in Großstädten kann man die einsetzen, um bestimmte Runde zu laufen. Die Sehenswürdigkeiten sind auch drin."

Sprachfunktion statt Bildschirmnutzung

Wegen der Sprachausgabe muss dabei nicht immer auf den Bildschirm geschaut werden. Bleibt der ausgeschaltet, spart das auch etwas Strom.

"Es reicht normalerweise mit dem Ton, wenn man sich die Richtung vorher angeschaut hat, wo man hin will. Die Karte, die Strecke sich angekuckt hat, das sollte man vorher tun, dann kommt man mit dem normalen Sprachbefehl aus."

Wer im Onlinestore für Apps das Stichwort Fahrrad eingibt, der erhält mehrere Hundert Treffer. Dazu gehören Anleitungen für kleinere Reparaturen und Tipps zu Pflege des Drahtesels. Eher für Spezialisten sind Anwendungen, die sich mit der Auslastung der Gänge, der Trittfrequenz und der Schaltung beschäftigen. Thomas Froitzheim empfiehlt eine Beschränkung auf die wichtigsten Anwendungen.

"Was natürlich auf jeden Fall dazu gehört ist eine Wetter-App, die haben die meisten Leute eben drauf. Das man sehen kann, kommt jetzt ein Gewitter, ein Regenschauer oder was auch immer. Oder auch ganz wichtig unterwegs eine Notfall-App. Dass man auf einen Knopf drückt und sagen kann: Hier bin ich und es sollte Hilfe geholt werden. Das funktioniert nur, wenn eine Mobilfunkverbindung besteht."

Viele Apps haben eine Sprachfunktion. So kann man den Anweisungen per Kopfhörer folgen und das Smartphone in der Kleidung verstauen. Bequemer ist allerdings die Montage am Lenkrad.

"Die sinnvollste Lösung ist nach wie vor, wenn man das Smartphone am Lenker sieht. In der Sonne sind die Geräte natürlich manchmal nicht so ganz gut abzulesen, aber man sieht meistens die Karte. Das ist eigentlich immer besser als eine Sprachführung."

Viele Apps sind kostenlos

Die meisten Apps gibt es in einer kostenlosen Version mit entsprechender Werbung. Wer viel mit dem Rad unterwegs ist und Geschmack an den digitalen Helfern findet, sollte zu der Kaufversion greifen. Die bieten werbefreie Unterstützung, Zusatzfunktionen und regelmäßige Updates. Dann muss man nur noch selber in die Pedale treten.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk