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StartseiteVerbrauchertippSicher telefonieren und surfen im Urlaub11.07.2019

Unterwegs mit dem SmartphoneSicher telefonieren und surfen im Urlaub

Fotoapparat, Reiseführer und Speicher für wichtige Urlaubsunterlagen: Smartphones werden im Urlaub immer wichtiger. Besonders ärgerlich ist es deshalb, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird. Es drohen aber auch andere Risiken - vor allem beim Nutzen von öffentlichem WLAN.

Von Michael Voregger

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Eine Frau hält ein Smartphone mit der eingeschalteten GPS Funktion in der Hand. Sie befindet sich in Rom (imago stock&people)
Wer im Urlaub das WLAN im Hotel oder im Café nutzt, sollte auf jeden Fall seine Daten verschlüsseln (imago stock&people)
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Wer eine Reise unternimmt, muss eine Reihe von Vorbereitungen treffen. Das gilt nicht nur für den Kauf von Tickets und die Buchung der Unterkunft, sondern auch das Smartphone sollte vorbereitet werden. Unterwegs drohen Angriffe durch neugierige Blicke, ein Diebstahl des Telefons und der Verlust der Daten. Die einfachste Sicherung vor einem unerlaubten Zugriff ist dabei die Einrichtung eines Passworts. Nach einer aktuellen Studie verzichten darauf immer noch 40 Prozent der Nutzer. Urs Mansmann ist Redakteur bei der Computerzeitschrift "ct":

"Es ist auf jeden Fall zu empfehlen immer ein aktuelles Backup zu haben, von den Sachen, die man draufhat. Allerdings ist es auch so, dass das Betriebssystem von sich aus schon Sachen in der Cloud sichert. Das heißt, wenn man die Kontakte über die dafür vorgesehene App führt, dann legt das quasi eine Kopie an."

Nicht alle Daten werden automatisch gesichert

Die gespeicherten Daten können bei Verlust des Telefons einfach auf ein neues Gerät übertragen werden. Es werden aber nicht alle Daten automatisch gesichert.

"Gerade wenn es zum Beispiel um Fotos geht oder so, dann muss ich das händisch nochmal einstellen, dass da eine Sicherungskopie gemacht wird. Das ist im Normalbetrieb eine ganz sinnvolle Einstellung, weil ein Smartphone kann jederzeit verloren gehen. Wenn das mal aus der Tasche rutscht und in den Fluss fällt ist es auch weg mit allen Daten."

Vorsicht beim Surfen im Urlaub

Wer reist, weiß das öffentliche WLAN in Städten und Flughäfen zu schätzen. Das schont die Urlaubskasse, aber man ist Datenschnüfflern und Angreifern ausgeliefert. Es sei denn, verschiedene Schutzmaßnahmen werden ergriffen. Sonst werden Daten zur Zahlung von Ausflügen und Eintrittskarten im Klartext übertragen. Kreditkartenangaben und die Zugangsdaten für Bezahldienste wie PayPal können mitgelesen werden. Professor Norbert Pohlmann leitet das Institut für Internetsicherheit an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Er empfiehlt die Nutzung eines sogenannten VPN-Dienstes.

"Ich baue eine verschlüsselte Verbindung auf. Wenn ich dann im Hotel das WLAN nutze, dann wird über das WLAN im Hotel eine verschlüsselte Verbindung zu dem Punkt aufgebaut, wo ich mein VPN Endpunkt habe. Gehe von da ins Internet – das ist eine vertrauenswürdige Umgebung und bin weniger angreifbar."

Ortungsdienste helfen nicht immer

Der Dienst funktioniert wie ein Tunnel, der die Daten sicher überträgt. Solche Anwendungen gibt es als einfach zu nutzende Apps. Sie unterscheiden sich beim Datenvolumen, der Geschwindigkeit und der verwendeten Technik. Viele Nutzer verwenden für ihre Bankgeschäfte inzwischen ebenfalls eine App. Die arbeiten mit einer eigenen Verschlüsselungstechnik, damit hier niemand mitlesen kann. Viele Mobiltelefone lassen sich per GPS orten, doch im Falle eines Diebstahls hilft das wenig. Urs Mansmann

"Wenn die Geräte weg sind, dann verschwinden die einfach irgendwo und werden auf den Auslieferungszustand zurückgesetzt und verkauft. Da hilft mir die GPS-Ortung auch nichts. Das ist dann sinnvoll, wenn ich das Gerät irgendwo verlegt oder verloren habe."

Mit der Fernortung lassen sich Android- und Apple-Geräte aufspüren und sogar aus der Ferne löschen. Im Idealfall kann hier ein Kontakt mit dem hoffentlich ehrlichen Finder aufgenommen werden. Wer sich bereits vor seiner Reise um die Sicherheit des Smartphones kümmert, muss sich keine großen Sorgen um seine Daten machen. Im schlimmsten Fall droht der Verlust des Smartphones.

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