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StartseiteCorso"Ein neues Zeitalter für afrikanische Popmusik"26.09.2016

Urban Africa Festival "Ein neues Zeitalter für afrikanische Popmusik"

Die neue Generation junger musikalischer Trendsetter zeige uns, was in Afrika derzeit Popkultur sei, sagte Georg Milz im DLF, der Festivalkurator des Urban Africa Festival in Köln. In den afrikanischen Großstädten zelebriere man die neue Kultur, sei aber ebenso stolz auf die großen Botschafter afrikanischer Musik, die international bekannt seien.

Georg Milz im Corso-Gespräch mit Anja Buchmann

Die Künstlerin Awa (rechts) und MC Zhi von der Band Symbiz (Mitte) in einer Gruppe von Kindern. (©PSpowage )
Die Künstlerin Awa und MC Zhi von der Band Symbiz (©PSpowage )
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Das Urban Africa Festival lädt zum ersten Mal eine neue Generation afrikanischer Popstars nach Köln ein. Im Zentrum steht weniger traditionelle Musik, wie sie auf vielen Afrika-Festivals häufig zu hören ist, sondern aktuelle afrikanische Popkultur. In Südafrika etwa gibt es derzeit eine große Debatte über den Trend, global erfolgreichen Hip-Hop wie Trap zu adaptieren - wenn auch mit eigener Sprache und eigenen Themen.

Der Musiker Cassper Nyovest, der auch auf dem Urban Africa Festival zu Gast ist, betont die Rolle der eigenen Kultur. Er macht nach eigenen Angaben "New Age Kwaito", eine Weiterentwicklung einer Stilrichtungder, die in den 90er-Jahren nach Ende der Apartheid entstanden ist. Dabei werden heutzutage verlangsamte House-Beats mit Gesang oder Sprechgesang in Zulu oder anderen Sprachen kombiniert.

Der künstlerische Leiter des Festivals ist Musikethnologe, Musikjournalist, Labelbetreiber und Blogger Georg Milz. Im DLF erklärt er, dass diese afrikaische Stilvielfalt lange Zeit in Europa nicht angekommen sei. Doch das habe sich jetzt geändert: "Über YouTube kann die junge Generation live verfolgen, wie sich ihre Popstars überall inszenieren. Das gibt ein ganz neues Selbstbewusstsein, da ist ein neues Zeitalter angebrochen für afrikanische Popmusik."

Georg Milz will mit seinem Festival auch die Vernetzung von afrikanischen und europäischen Künstlern stärken und Einblick in die verschiedenen Musikmärkte geben. Es will einen Raum schaffen, in dem die Künstler sich kennenlernen und auch gegenseitig für verschiedene Märkte sensibilisieren können.

Hinweis: Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.

Das Urban Africa Festival findet vom 27. bis 30. September 2016 in Köln statt.

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