SicherheitspolitikUS-Regierung: Moskau schafft Vorwand für Einmarsch in die Ukraine

Die US-Regierung hat dem Kreml vorgeworfen, einen Vorwand für einen möglichen Einmarsch in die Ukraine zu schaffen.

15.01.2022

Jen Psaki, Pressesprecherin des Weißen Hauses, spricht bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki (Andrew Harnik/AP/dpa)
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Psaki, sagte in Washington, man habe Informationen, die darauf hindeuteten, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt habe, um eine Operation im Osten der Ukraine durchzuführen. Die Agenten seien unter anderem im Umgang mit Sprengstoff geschult, um Sabotageakte gegen Vertreter Russlands durchzuführen. Psaki äußerte die Sorge, dass anschließend eine Medienkampagne dazu genutzt werde, um eine russische Intervention in der Ukraine zu rechtfertigen. Das Weiße Haus legte allerdings keine Belege zur Untermauerung seiner Anschuldigung vor. Der Sprecher des Pentagon, Kirby, sagte, er habe Vertrauen in die zugrundeliegenden Geheimdienstinformationen. Man habe dieses Vorgehen Russlands bereits im Jahr 2014 bei der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim gesehen.
Moskau reagierte empört auf die US-Vorwürfe. Die Erklärungen seien haltlos und durch nichts bestätigt, sagte Kreml-Sprecher Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.