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US-StudieHohes Unfallrisiko für Führerschein-Neulinge

Eine junge Fahrschülerin schaut in den Rückspiegel. (imago / Marco Stepniak)
Führerschein-Neulinge sind besonders häufig in Unfälle verwickelt. (imago / Marco Stepniak)

Die Gefahr für junge Autofahrer, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist in den ersten Wochen, nachdem sie den Führerschein bekommen haben, am höchsten.

Das haben Forscher in den USA in einer Studie belegt. Sie haben sich dafür das Fahrverhalten von Teenagern angesehen. Dabei zeigte sich: In den ersten drei Monaten nach Erhalt des Führerscheins ist es am gefährlichsten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für einen Auffahrunfall, für Rasen und plötzliches Bremsen besonders hoch - und zwar im Vergleich zu der Phase davor, wenn an der Seite der jungen Fahrer noch Eltern oder andere Erwachsene sitzen.

Die Forscher schlagen vor, dass die Begleitung nicht so abrupt endet, sondern besser nach und nach. In den USA können Jugendliche den Führerschein im Schnitt früher machen als hier und in der Regel brauchen sie auch keinen Fahrlehrer wie in Deutschland, sondern sie können zum Beispiel mit einem Elternteil an ihrer Seite üben, bis sie die Prüfung machen.

Die US-Studie zeigte, dass riskantes Fahren im ersten Jahr mit Führerschein langsam zurückging, nicht aber die Zahl der Unfälle. Das Fahrverhalten männlicher Führerschein-Neulinge war riskanter als das der weiblichen.

Diese Nachricht wurde am 14.07.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.