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US-VorwahlenCruz gibt auf - Weg frei für Trump

Der US-Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, Donald Trump, hat die Vorwahlen im Bundesstaat Indiana gewonnen. ((c) dpa)
Der US-Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, Donald Trump, hat die Vorwahlen im Bundesstaat Indiana gewonnen. ((c) dpa)

Donald Trump ist die Präsidentschaftskandidatur wohl kaum noch zu nehmen. Nach seinem Sieg bei den Vorwahlen in Indiana hat Trumps größter Konkurrent Ted Cruz aufgegeben. Bei den Demokraten hat Hillary Clinton zwar verloren. Sie hat aber nach wie vor die besten Chancen, in das Rennen ums Weiße Haus zu gehen.

Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner wird 2016 aller Voraussicht nach Donald Trump heißen. Der Milliardär besiegte bei den Vorwahlen in Indiana seinen stärksten Widersacher Ted Cruz haushoch. Der erzkonservative Senator aus Texas stieg daraufhin aus dem Rennen aus. "Schweren Herzens beenden wir unseren Wahlkampf", sagte der 45-Jährige nach seiner Niederlage vor seinen Anhänger. 

Für die beispiellose Kandidatensuche der Republikaner galt Indiana als ein Scheidepunkt. Cruz hätte die Wahl unbedingt gewinnen müssen, um noch eine echte Chance zu haben, Trump als Kandidaten zu verhindern. Er landete aber bei nur etwa 37 Prozent, ein Abstand auf Trump von etwa 17 Punkten. John Kasich, Gouverneur von Ohio, holte nur rund acht Prozent und dürfte keine Rolle mehr spielen.

Der republikanische Parteichef Reince Priebus schrieb auf Twitter, Trump sei der "anzunehmende Kandidat" für die Präsidentschaftswahl im Herbst. Er rief seine Partei zur Einheit auf: "Wir müssen uns alle vereinen und uns darauf konzentrieren, Hillary Clinton zu schlagen."

Überraschende Niederlage für Clinton

Die frühere Außenministerin und First Lady verlor auf ihrem Weg zur Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten in Indiana überraschend und entgegen aller Umfragen mit etwa sechs Prozentpunkten Abstand. Auf das Gesamtrennen der Demokraten hat das wenig Einfluss, weil die Delegierten in Indiana anteilig nach Stimmen vergeben werden. Und Clinton liegt immer noch viele hundert Delegierte vor Sanders.

Ihr Abschneiden macht aber einmal mehr deutlich, dass auch viele Anhänger der Demokraten sie nicht als überzeugende Kandidatin sehen.
Clinton gilt vielen als zu etablierte Politikerin mit zu wenigen neuen Ideen. 

Wichtige Vorwahlen in Kalifornien 

Nach Indiana stehen in den USA nun noch Abstimmungen an nurmehr acht Wahltagen an. Durch den Ausstieg von Ted Cruz hat sich die Ausgangslage bei den Republikanern komplett verändert. Der wichtigste verbleibende Termin für die wahrscheinliche Kandidatur Donald Trumps ist der 7. Juni. Dann wird in Kalifornien gewählt, einem Staat mit besonders vielen zu vergebenden Delegierten. Am gleichen Tag stimmen Republikaner und Demokraten in Montana, New Jersey, New Mexico und South Dakota ab, die Demokraten außerdem in North Dakota.

Im Juli stehen dann in beiden Lagern die Parteiveranstaltungen an. Dort werden die Kandidaten für die Wahl des nächsten US-Präsidenten offiziell gekürt.

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