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US-WahlkampfAbschotten und ausweisen

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bei seinem Wahlkampfauftritt in Phoenix, Arizona.  (EFE)
US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bei seinem Wahlkampfauftritt in Phoenix, Arizona. (EFE)

Donald Trump bleibt bei seiner harten Linie gegen illegale Einwanderung. Die USA hätten ein Recht dazu, sich mit einer Mauer zu schützen, sagte der republikanische Präsidentschaftsbewerber. Und für illegal eingereiste Ausländer gelte nur eins: Raus aus den USA.

Für den Fall eines Wahlsiegs im November will Trump eine "Null-Toleranz-Politik" gegen illegale Zuwanderer starten. Von der ersten Stunde seiner Amtszeit an werde er damit beginnen, kriminelle Ausländer auszuweisen, sagte Trump bei einer Wahlampfveranstaltung in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Andere Staaten will er notfalls zwingen, die Menschen aufzunehmen. Wie genau er das erreichen will, sagte er nicht.

In seiner stark emotional gehaltenen Rede in Arizona kündigte Trump ein Zehn-Punkte-Programm an, um illegale Einwanderer aus dem Land zu vertreiben. Insgesamt solle die Zuwanderung in die USA massiv gesenkt werden. "Es ist unser Recht als souveräne Nation, selbst die Einwanderer auszuwählen, die am ehesten erfolgreich sein werden und die uns mögen", sagte er. Bei einer Migrationsreform gehe es schließlich darum, das Leben der Amerikaner zu verbessern, so Trump. 

Vorsorglich rief er alle Einwanderer ohne Aufenhaltsgenehmigung schon jetzt dazu auf, das Land zu verlassen - andernfalls würden sie ausgewiesen. Dies gelte für alle elf Millionen Menschen, die ungesetzlich in die USA gekommen seien, so Trump. Als Präsident werde er ihnen keine Amnestie gewähren. 

Misstöne in Mexiko

Wenige Stunden zuvor war Trump zu einem Überraschungsbesuch in Mexiko-Stadt. Dort hat er sich mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto getroffen, auch hier ging es vor allem um illegale Einwanderung und Kriminalität. Trump machte klar: Sollte er ins Weiße Haus einziehen, würde er sein Land mit einer Mauer von Mexiko abgrenzen. "Ein souveränes Land hat das Recht, eine Mauer zu bauen", so Trump.

Widersprüchliche Aussagen gab es darüber, ob auch die Finanzierung der mehrere Milliarden Dollar teuren Grenzmauer thematisiert wurde. Trump sagte, darüber habe er mit Peña Nieto nicht gesprochen. Mexikos Präsident erklärte via Twitter dagegen, er habe Trump deutlich zu Beginn der Gespräche klargemacht, dass sein Land nicht für das Projekt bezahlen werde.

Zurück in den USA legte Trump nochmal nach und verkündete, Mexiko werde für die Mauer bezahlen, "sie wissen es nur noch nicht." 

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