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USA"Das sind Klimabrände" - Waldbrände entfachen politischen Streit

Waldbrände östlich von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien. Ein Nadelwald steht in rötlichem Licht. (David McNew/Getty Images/AFP)
"Sprechen Sie mit einem Feuerwehrmann, wenn Sie denken, es gebe keinen Klimawandel." (David McNew/Getty Images/AFP)

Die Waldbrände im Westen der USA haben einen Streit um die Rolle des Klimawandels ausgelöst.

Die demokratischen Gouverneure der Bundesstaaten an der Pazifikküste bezeichneten die Feuer als Folge des Klimawandels, wohingegen der republikanische Präsident Trump mangelhafte Forstwirtschaft dafür verantwortlich machte. Wenn Baumbestände ausgedünnt werden und Unterholz entfernt wird, kann dies Waldbränden einen Teil ihrer Nahrung entziehen. Diese Arbeit ist allerdings kostspielig.

Der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Inslee, sagte indes im Sender NBC es handele sich nicht nur Waldbrände, es seien Klimabrände. Kaliforniens Gouverneur Newsom forderte Klimaleugner, die der Wissenschaft nicht vertrauten, auf, persönlich an die Westküste kommen, um sich mit eigenen Augen zu überzeugen. Die Debatte, ob es einen Klimawandel gebe oder nicht, sei beendet, betonte er. Er sprach von einem "ideologischen Schwachsinn" bei denen, die die Gefahr leugneten. Die Gouverneurin von Oregon, Brown, führte aus, die Brände hätten das Doppelte der Fläche vernichtet, die gewöhnlich in einem ganzen Jahr den Flammen zum Opfer falle. Das sei definitiv ein Indikator für Klimawandel an der Westküste, sagte sie dem Sender CBS. Man müsse nun alles tun, was man tun könne, um den Klimawandel zu bekämpfen. Der demokratische Bürgermeister von Los Angeles, Garcetti, meinte: "Sprechen Sie mit einem Feuerwehrmann, wenn Sie denken, es gebe keinen Klimawandel."

Kalifornien, Oregon und Washington erleben seit Wochen Brände von historischen Ausmaßen, die sich schneller ausgebreitet und größere Flächen verschlungen haben als je zuvor. Mindestens 35 kamen bisher ums Leben. Ganze Wohnviertel wurden zerstört und die Küste in Rauch gehüllt. Untersuchungen haben in den vergangenen Jahren einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und den zunehmenden Waldbränden in den USA hergestellt. Die Westküste hatte den heißesten August mit einer Rekord-Hitze im "Tal des Todes" erlebt. Es gab 14. 000 Blitze, die Hunderte Brände entfachten.

Diese Nachricht wurde am 14.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.