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USANiederlage für Stiftung im Streit um Welfenschatz

Besucher betrachten am im Kunstgewerbemuseum einen Tragaltar des Eilbertus aus dem Welfenschatz. Der Streit um die Herausgabe des Welfenschatzes durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) geht weiter (5.9.2009). (dpa / picture alliance /  Alina Novopashina)
Der Tragaltar des Eilbertus aus dem Welfenschatz (dpa / picture alliance / Alina Novopashina)

Im Rechtsstreit um den Welfenschatz hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine Niederlage einstecken müssen.

Ein Berufungsgericht in den USA hat entschieden, eine Klage auf Herausgabe des Schatzes zuzulassen. Im Februar 2015 hatten die Nachfahren zweier deutsch-jüdischer Kunsthändler in den USA eine Klage gegen die Stiftung sowie gegen die Bundesrepublik Deutschland auf Herausgabe des ursprünglich aus Braunschweig kommenden Welfenschatzes eingereicht. Am 31. März 2017 ließ ein Gericht in Washington D.C. die Klage in erster Instanz in Teilen zu. Gegen dieses Urteil legte die Stiftung einen Monat später Berufung ein. Das Berufungsgericht entschied nun, die Klage gegen die Bundesrepublik abzuweisen, die Klage gegen die Stiftung hingegen zuzulassen.

Der Welfenschatz ist der Reliquienschatz der Stiftskirche St. Blasius in Braunschweig. Er besteht aus kunsthandwerklichen Gegenständen, die in der Zeit zwischen dem 11. und dem 15. Jahrhundert gefertigt wurden, größtenteils handelt es sich dabei um Goldschmiedearbeiten.

Diese Nachricht wurde am 12.07.2018 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.