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USAWaffenlobby NRA meldet Insolvenz an

Besucher der NRA-Jahresversammlung begutachten Waffen. (imago/Matthew Hatcher)
Schusswaffen auf der Jahresversammlung der amerikanischen Waffenlobby NRA (imago/Matthew Hatcher)

Die Waffenlobby-Organisation NRA in den USA hat Insolvenz angemeldet.

Damit will sie nach eigenen Angaben einem drohenden Auflösungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft an ihrem Sitz in New York entgehen und einen Neuanfang im Bundesstaat Texas vollziehen. In New York gebe es ein korruptes politisches und regulatorisches Umfeld hieß es in einer Mitteilung. Die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaates, James, erklärte, sie werde nicht zulassen, dass sich die NRA einer Überprüfung ihrer Praktiken entziehe. James hatte im August eine Klage gegen die NRA eingereicht mit dem Ziel, die Organisation aufzulösen. Sie wirft der Führung vor, Millionensummen für private Luxusreisen und andere fragwürdige Ausgaben abgezweigt zu haben.

Die NRA steht traditionell den Republikanern von Präsident Trump nahe. Kritiker werfen ihr vor, durch ihre Arbeit für die zahlreichen Schusswaffenopfer in den USA mitverantwortlich zu sein.

Diese Nachricht wurde am 16.01.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.