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VenezuelaRadioreporter wieder frei

Ein Anhänger des venezolanischen Oppositionsführers und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido bei Protesten mit einer Nationalflagge in der Hand. (AFP/Yuri Cortez)
Anhänger des venezolanischen Oppositionsführers und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido protestieren in Caracas. (AFP/Yuri Cortez)

Nach internationalen Protesten hat der Geheimdienst in Venezuela einen kritischen Radioreporter wieder freigelassen.

Die Tageszeitung "El Nacional" berichtet, Luis Carlos Diaz sei in der Nacht vor der Zentrale des Geheimdienstes in Caracas von Journalisten und Aktivisten empfangen worden. Er darf aber nach eigenen Angaben sich weder zu seinem Fall äußern noch das Land verlassen. Diaz war Montagabend festgenommen worden. Kurz darauf seien Agenten in sein Haus eingedrungen und hätten Computer und Mobiltelefone konfisziert.

Diaz, der für einen Radiosender arbeitet, produziert gemeinsam mit seiner Frau auch immer wieder Videos fürs Netz. In einem Clip hatte er erklärt, dass der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung durch Korruption mitverantwortlich für den massiven Stromausfall in Venezuela sei.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" kritisieren die zunehmende Zensur durch Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro. Immer wieder würden Journalisten an der Berichterstattung gehindert oder TV- und Radio-Sendern die Lizenz entzogen.