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VenezuelaRussland kritisiert Haltung der USA

Das Foto zeigt den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó auf einer Kundgebung, bei der er sich zum Übergangspräsidenten erklärte. (AFP / Federico Parra)
Das Foto zeigt den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó auf einer Kundgebung, bei der er sich zum Übergangspräsidenten erklärte. (AFP / Federico Parra)

Russland hat das Vorgehen der USA und weiterer Länder im Machtkampf in Venezuela kritisiert.

Eine Sprecherin des Außenministeriums erklärte in Moskau, die Ereignisse in Caracas zeigten klar die Haltung der Staatengemeinschaft gegenüber der Souveränität eines Landes sowie der Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten. Nach Massenprotesten hatte sich Parlamentspräsident Guaidó gestern zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt. Die USA und zahlreiche lateinamerikanische Staaten hatten ihn unmittelbar anerkannt. Dagegen hatte sich das venezolanische Militär hinter Präsident Maduro gestellt. Rückendeckung bekam dieser auch von Kuba, Bolivien sowie von der Türkei. UNO-Generalsekretär Guterres rief zum Dialog in Venezuela auf. Er sagte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, es müsse eine Eskalation des Konflikts vermieden werden, die eine Katastrophe für die Bevölkerung wäre.

Der FDP-Außenpolitiker Lambsdorff sagte im Deutschlandfunk, Europa sollte dem Beispiel der USA folgen. Hier von einem Staatsstreich zu sprechen, sei völlig fehl am Platz. Stattdessen sei es Maduro, der mit seinem Vorgehen gegen das demokratisch gewählte Parlament seit Jahren einen Staatsstreich betreibe.