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StartseiteSternzeitDa waren’s plötzlich acht02.04.2020

Venus in den PlejadenDa waren’s plötzlich acht

Seit Monaten schon erfüllt die Venus, der innere Nachbarplanet der Erde, ihre Paraderolle als leuchtender Abendstern: Bereits kurz nach Sonnenuntergang erscheint sie als zunächst blasser Lichtpunkt am Südwesthimmel.

Von Hermann-Michael Hahn

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Der Sternhaufen Plejaden in einer lang belichteten Aufnahme (NASA/DSS)
Der Sternhaufen Plejaden in einer lang belichteten Aufnahme (NASA/DSS)

Im Laufe der Dämmerung setzt sie sich immer stärker durch und geht schließlich als – nach dem Mond – hellstes Objekt im Westen unter, inzwischen erst nach Mitternacht.

Anfangs zog sie dabei durch wenig auffällige Sternbilder, die keine angemessene Bühne für den Auftritt der Venus boten, so dass man ihren raschen Lauf kaum verfolgen konnte.

In den letzten Tagen aber rückte sie immer näher an das Siebengestirn der Plejaden heran, das auch von weniger dunklen Standorten aus gut zu erkennen ist.

Heute Abend steht Venus noch gut ein Grad oder zwei Vollmond-Durchmesser rechts unterhalb von Alcyone, dem hellsten Mitglied des Plejaden-Haufens.

Morgen Abend hat Venus den Abstand bereits auf weniger als einen Vollmond-Durchmesser verkürzt. Mit einem Fernglas kann man dann schon innerhalb einer Stunde ihre Wanderung durch die Ausläufer des Plejadenhaufens verfolgen.

In einem kleinen Fernrohr wird zusätzlich auch die Phase der Venus sichtbar. Sie erscheint jetzt ähnlich wie ein zunehmender Halbmond und etwas größer als der Mars bei seiner besonders günstigen Oppositionsstellung im Sommer 2018.

Am Samstagabend hat sich der Abstand zwischen Venus und Alcyone schon wieder mehr als verdoppelt, und Venus steht dann links oberhalb der auffälligen Sternengruppe der Plejaden.

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