Donnerstag, 11. August 2022

Gasumlage
Verbraucherzentrale-Chefin: Im Oktober muss das neue Hilfspaket der Bundesregierung stehen.

Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Pop, drängt auf weitere Entlastungen der Bürger.

06.08.2022

    Ramona Pop von der Verbraucherzentrale Bundesverband
    Ramona Pop von der Verbraucherzentrale Bundesverband (picture alliance/dpa | Annette Riedl)
    Gerade Geringverdienern falle weiteres Energiesparen schwer, sagte sie der "Rheinischen Post". Daher seien zielgerichtete finanzielle Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen existenziell wichtig. Wenn die Gasumlage und weitere Belastungen im Oktober kämen, müsse das neue Hilfspaket der Ampel-Koalition stehen, betonte Pop.
    Bundesfinanzminister Lindner prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit, die Gasumlage zumindest von der Mehrwertsteuer auszunehmen. Der Bund sei allerdings an EU-Recht gebunden, erklärte er. Das Bundeskabinett hatte diese Woche beschlossen, die Gasversorger zu entlasten. Sie müssen unter anderem wegen geringerer Erdgaslieferungen aus Russland zu hohen Preisen Ersatz einkaufen. Künftig sollen sie Mehrkosten auf die Verbraucher umlegen können, was zu deutlichen Preissteigerungen führen dürfte.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.