Freitag, 22.10.2021
 
Seit 14:35 Uhr Campus & Karriere
StartseiteSport am Wochenende"Diese Türkei kann Funktionären jeden Wunsch erfüllen"23.04.2017

Vergabe der Fußball-EM 2024"Diese Türkei kann Funktionären jeden Wunsch erfüllen"

Der Deutsche Fußballbund (DFB) will die Europameisterschaft 2024 - der türkische Fußballverband auch. Und nach Ansicht von Thomas Kistner hat der die besseren Argumente: "In Autokratien lassen sich Sportgroßereignisse viel problemfreier organisieren als in Demokratien", sagte der Sportredakteur der Süddeutschen Zeitung im DLF.

Thomas Kistner im Gespräch mit Philipp May

Erdogan-Anhänger feiern ihren Sieg am 16. April 2017. (imago/Depo Photos)
Wird der EM-Pokal 2024 möglicherweise in der Türkei vergeben? (imago/Depo Photos)
Mehr zum Thema

Fußball-EM 2024 Konkurrenz für Deutschland aus der Türkei

DFB, UEFA und FIFA "Korruption ist weiterhin ein Kernkonzept"

Fußball DFB bewirbt sich um EM 2024

Seit dem Referendum vom 16. April 2017 ist in der Türkei der Weg frei für ein Präsidialsystem, von dem vor allem einer profitiert: Präsident Recep Tayyip Erdogan baut damit seine Machtbefugnisse noch einmal aus. Nach Ansicht von Thomas Kistner dürfte das den Sportfunktionären, die über die Vergabe der Fußball-EM 2024 entscheiden, gefallen: "Diese Türkei kann Funktionären jeden Wunsch erfüllen", sagte der Sportredakteur der Süddeutschen Zeitung in der Sendung Sport am Sonntag.

Im internationalen Sport gebe es nach Kistners Einschätzung zudem "weiter Wege, unauffällig Schmiergelder" zu zahlen. Sein Rat an den DFB im Rennen um die EM 2024: Selbst sauber bleiben, genau darauf schauen, was die Konkurrenz so treibt - und im Fall des Falles Ungereimtheiten radikal publik machen. 

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk