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VergiftungsverdachtPussy-Riot-Mitglied in Berliner Charité geht es besser

Pussy-Riot-Mitglied Pjotr Wersilow liegt bei seiner Ankunft in Berlin auf einer Liege im Krankenwagen. Ein Pfleger der Feuerwehr versorgt ihn, im Hintergrund eine Freundin.   (Cinema for Peace Foundation/dpa)
Pussy-Riot-Mitglied Wersilow bei Ankunft in Berlin (Cinema for Peace Foundation/dpa)

Der erkrankte russische Regierungskritiker Wersilow schwebt nach Angaben von Freunden nicht mehr in Lebensgefahr.

Das Mitglied der Protest-Band Pussy Riot war gestern Abend auf Bitten seiner Familie zur Behandlung in die Berliner Klinik Charité geflogen worden. Es besteht der Verdacht, dass Wersilow in Russland vergiftet wurde. Er war mit anderen Pussy-Riot-Mitgliedern während der Fußball-WM in Moskau als Polizist verkleidet auf den Platz gelaufen, um gegen Polizeigewalt in Russland zu protestieren. Die Aktivisten wurden danach zu Haftstrafen verurteilt. Nach einem Gerichtstermin war Wersilow plötzlich schwer erkrankt.

Wersilow ist auch Herausgeber des regierungskritischen Onlinedienstes Mediazona, der sich gegen Menschenrechtsverletzungen im russischen Strafvollzug stark macht.