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Vergleich gescheitertVW will trotzdem zahlen

VW-Logo steht auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen Werk (picture alliance/Sina Schuldt/dpa)
Das Volkswagenwerk in Wolfsburg (picture alliance/Sina Schuldt/dpa)

Im Diesel-Abgas-Skandal will der Volkswagen-Konzern seinen Kunden trotz des gescheiterten Vergleichsverfahrens eine Entschädigung zahlen. Die bereits ausgehandelten 830 Millionen Euro für die Kläger würden auch ohne die Unterstützung des Verbraucherzentrale-Bundesverbands angeboten, teilte das Unternehmen nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung mit. Zuvor war das Muster-Feststellungs-Verfahren gescheitert.

Zur Begründung hieß es von Seiten des Unternehmens, die Anwälte des Bundesverbandes hätten zu hohe Honorare gefordert. Diese Darstellung wies die Verbraucherzentrale zurück. Vorstand Müller sagte in Berlin, das Verhalten von VW sei ihm rätselhaft. Noch am Vormittag habe der Autobauer für die Anwälte des Verbands ein Honorar in Höhe von 50 Millionen Euro angeboten. Wenig später sei genau diese Summe von VW als überzogene Honorarforderung dargestellt worden. Dabei seien beide Seiten sehr nah dran an einem finalen Vergleich gewesen.

Der Verband verhandelte in dem Verfahren im Namen von rund 460.000 Klägern mit VW über Entschädigungen. Die Autokäufer sehen sich wegen der Manipulation von Diesel-Abgaswerten betrogen. Umgerechnet entsprechen die 830 Millionen Euro einer Entschädigung von rund 1.800 Euro pro Kläger.