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StartseiteThemaKeine Staus mehr im Deutschlandfunk30.01.2020

Verkehrsfunk wird abgeschafftKeine Staus mehr im Deutschlandfunk

Der Deutschlandfunk sendet ab dem 1. Februar 2020 keine Staumeldungen mehr. Vertraute Namen von verstopften Autobahnkreuzen und Anschlussstellen sind dann nicht mehr im Radio zu hören. Dafür wird dem Nachrichtenangebot künftig mehr Zeit eingeräumt.

Eine lange Schlange von Spielzeugautos wartet auf die Weiterfahrt  (picture alliance / dpa / chromorange)
Seit dem 25. März 1964 gab es im Deutschlandfunk Durchsagen über Verkehrsstörungen (picture alliance / dpa / chromorange)
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Alternativen zu Verkehrsnachrichten Mit Handy und Navi am Stau vorbei

Ein Feature aus dem Jahr 1987 Verkehrswarnfunk im Deutschlandfunk

Mit der Einstellung der Verkehrsmeldungen entspricht der Deutschlandfunk den Wünschen einer deutlichen Mehrheit seiner Hörerinnen und Hörer. Das in den 1970er-Jahren innovative Serviceangebot der Verkehrsnachrichten war in den letzten Jahren verstärkt kritisiert und durch die flächendeckende Verfügbarkeit mobiler Navigationssysteme und Apps für die meisten Hörerinnen und Hörer überflüssig geworden. 

Durch die bundesweite Ausstrahlung von Deutschlandfunk konnten in den maximal 120 Sekunden immer nur ausgewählte Verkehrsbehinderungen genannt werden, was den Nutzwert deutlich beeinträchtigt hat. Eine Befragung von 5.328 Hörerinnen und Hörern im Sommer 2019 ergab ein klares Bild: Mehr als zwei Drittel der Befragten (68,7 Prozent) halten Verkehrsnachrichten im Deutschlandfunk für "nicht wichtig" oder "weniger wichtig".

Autos und Lastwagen stehen am 20.06.2015 in Hamburg auf der Autobahn 7 bei Stellingen im Stau und sind dabei durch einen Rückspiegel zu sehen.  (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt) (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)Das war der Stau
Manche werden sie vermissen - die Nachricht vom täglichen Stau auf Deutschlands Autobahnen. Für alle Fans von Kamener Kreuz und stockendem Verkehr hier ungefilterte 40 Minuten Stillstand - mit einer Überraschung am Ende.

Ende einer Ära

Welche Erinnerungen Hörerinnen und Hörer des Deutschlandfunks mit den Verkehrsmeldungen verbinden, können sie in der Sendung @mediasres im Dialog - Stau ade! Abschied von den Verkehrsmeldungen berichten. 

Von Bessenbach-Waldaschaff über Erlangen-Frauenaurach bis zum Dreieck Werder hat Deutschlandfunk-Chefsprecher Gerd Daaßen nochmal die aus dem Radio vertrauten Namen von Autobahnausfahrten und Anschlussstellen eingesprochen.

Musiker und Komiker Helge Schneider ist eindeutig Fan der Abfahrt "Lederhose" an der A9 in Thüringen.

Das Radio eines BMW-Cabrio, aufgenommen am 23.01.2017 in der Oldtimermanufaktur Mario Schrank in Fischbach. (dpa / Michael Reichel) (dpa / Michael Reichel)Der Hinz-Triller 
Seit den 70ern signalisiert ein Piepton, ein sogenannter "Hinz-Triller", Beginn und Ende vieler Verkehrsmeldungen im Radio. Bis 2005 konnten Autoradios dadurch Verkehrsdurchsagen erkennen. Erfinder war Deutschlandfunk-Ingenieur Werner Hinz.

Raum für mehr Nachrichten

Die durch den Wegfall der Staumeldungen eingesparte Zeit wird für mehr Nachrichten genutzt. Die Nachrichtensendungen werden damit auf eine durchgängige Länge von fünf beziehungsweise zehn Minuten ausgeweitet. Diese Längen sind in staufreien Tages- und Nachtzeiten üblich. Damit wird der aktuellen Information durch die Nachrichten an einem durchschnittlichen Werktag insgesamt etwa 30 Minuten mehr Raum gegeben. Die Nachrichtenredaktion wird die zusätzliche Sendezeit nutzen, um noch mehr relevante Themen aus den Bundesländern, Europa und der Welt abzubilden und einen objektiven Überblick zu vermitteln.

Eine Collage zeigt Schattenumrisse von Menschen mit verschiedenen Verkehrszeichen (imago / Ikon Images) (imago / Ikon Images)Feature - "Die Gefahren eines Jahres im Deutschlandfunk" 
Pro Jahr gab es fast 100.000 Gefahrenmeldungen im Verkehrsfunk. Was waren das für Gefahren, die uns bedrohten, wenn wir mit dem Auto fuhren? 

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